Maunchmoi überlappt se des hoit

Über „Quersexen“ könnte Provinzmadame ewig diskutieren, wir würden auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Google zum Beispiel, spuckt unzählige Statistiken und Forschungen dazu aus, sogar ein Paartherapeut meinte: „Emotionaler Seitensprung ist nicht schlimm“

OIDA! Da ist sie aber anderer Meinung, denn: „Was Du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“. Außerdem, wenn es so ist, ist einem der „gerade“ Partner oder Partnerin, wahrscheinlich egal. Sonst würde man ja nicht „teilen“ wollen, oder?

Im Laufe seines Lebens gerät wahrscheinlich jeder mal in Versuchung und nur wenige schafften es, vorher noch ins eigene Bett.
Außerdem lügen sowieso ALLE! Männer wie Frauen! Wem kann man da noch trauen?

Aber: Wer oder was, ist überhaupt das Objekt der Begierde?

Provinzmadame erinnerst als Hannibal Lekter in „Das Schweigen der Lämmer“ dazu meinte: „Der Mensch begehrt das, was er täglich vor den Augen hat“. Na Bravo, der Klassiker, Chef sieht Assistentin, Arzt sieht Krankenschwester oder der Mann, die 24 Stundenpflege seiner Frau.

Das erinnert sich auch an einen Arbeitskollegen, der seine Frau jahrelang ungeniert betrogen hatte. Seine Strategie dazu war:
„Die Wahrheit glaubt man am wenigsten“ – weshalb er auf etwaige Fragen seiner Frau: „Wo warst du?“ stets eiskalt und ohne Skrupel, seinen „Ausrutscher“ samt Tagesablauf erzählte.
Damals lachte seine Frau noch darüber (genau die, die später schrieb: „Frohe Ostern, komme nicht mehr“ – hahaha.
Bei seinen Arbeitskollegen betonte er daher stets: „Einfach die Wahrheit sagen, die klingt für den Partner so unwahrscheinlich, dass er sie sowieso nicht ernst nimmt“.
Eine Logik die Provinzmadame nicht mehr teilen kann, denn erzählt ihr heute der die „Wahrheit“, würden seine von ihr gepackten Koffer, durch das geschlossen Fenster fliegen.

Es kommt nix Besseres nach

Ein Spruch, der sich hoffentlich selten bewahrheitet. Wie würde sich die Welt denn da weiter entwickeln, wenn es wirklich so ist?
Wie sollte der oder die „Beschissene“ sich verhalten, wenn er nichts weiß?
Leider ist die Wahrscheinlichkeit, den Partner in Flagranti zu erwischen, heute viel höher. Hier nimmt einem Social-Media schon die „Arbeit“ ab.

Was dann, Gleiches mit Gleichem vergelten? Etwa: „Bescheißt du mich, bescheiß ich dich, da bin ich gar nicht zögerlich?“
Einmal hatte Provinzmadame einer Numerologin die Geburtsdaten ihres Partners gegeben. Diese sah die Zahlen und meinte: „Ha, bei diesem Exemplar, musst du Haus- und Gartentürl gleichzeitig offen und den Halbgott rennen lassen“

Jetzt Platz für einen „Gott“ schaffen?

Falsch! Denn zu glauben: Wenn man dem Partner genug „Freiraum“ lässt, würde die Beziehung besser laufen und ein „Dritter“ hätte keine Chance? Nada: Leider nein. Heute, brauchen viel zu Viele permanente Bestätigung, weil sie sich schnell langweilen.

Sollte also Provinzmadame jemals wieder beschissen werden, wird sie nicht mehr traurig, sondern bleibt locker, aber vorher gibt sie ihrem Schatz den Hinweis: „Schau einfach immer nur auf meine Hände“, denn:

„An den Händen einer Frau kannst du viel über ihre Stimmung ablesen.
Hält sie eine Waffe, ist sie wütend“

„Schießen wir übers Ziel, bleibt der Weg auf der Strecke“ – Ernst Ferstl

Eine Antwort zu „Maunchmoi überlappt se des hoit“

  1. Avatar von Birgit

    Ich hab noch nie jemanden betrogen und ich wüsste nicht, dass ich betrogen wurde (was aber natürlich nichts heisst).

    Hier meine Lieblingsgeschichte, die aber natürlich nur lustig ist, wenn man nicht betroffen ist:
    Frau erwischt ihren Mann in flagranti mit ihrer besten Freundin. Irrtum ausgeschlossen und er sagt zu ihr: „Schatz, es ist nicht so wie es aussieht“ 😀

    Fast so schön wie „manchmal überlappt se des holt“

    Liebe Grüße

    Birgit

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