Früher war gar nix besser

Dieses Gejammere geht mir auf den Keks. Wir, die Sechzigjährigen hätten nur gute Zeiten erlebt? Wann soll das gewesen sein? Fangen wir beim Kindergarten an. In der dritten Gruppe, durften die „Schwalben“ ohne Begleitung nach Hause gehen. Tante „Burgi“ stand mit strengem Blick und strammer Brust im Playtex Zauberkreuz da, die „Fösl“ in der Hand rief sie: „ALLEINGEHER HERKOMMEN“. Die Kinder verabschiedeten sich artig, Mäderl mit Knicks und Burli mit Diener.

Der Oberschulrat teilte noch „Tetschn“ aus

Die „Lehrerinnen“ durften noch Unterschiede machen. Zur Jause hatten einige schon Mohnflesserl mit Wurscht dabei, wir nur Butterbrot, einen „Doppeldecker“ mit Schnittlauch als. Im Turnen war ich nicht die Beste, beim Völkerball haben´s mich immer abgeschossen. Ziemlich am Schluss reichte mir die „davonlauferei“ und ich hab endlich den Ball gefangen.
In der letzten Klasse hat mich mein Lehrer mal heimgeschickt, weil ich ein rückenfreies Shirt angehabt hab, von wegen „Rückenklatschen“ und so, hat er gemeint.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Wenn der Teppich zu klopfen ist und der Chefin die Wohnung zu putzen? Freundinnen im Kaufhaus, kurz mal auf dem Kleiderhaufen im Lager geschlafen haben, weil sie vom Vortag ermüdet waren. Dafür haben sie sich auch Ohrfeigen abgeholt, waren dann aber putzmunter. Niemand hat einen zur Arbeit gebracht oder gar abgeholt. Wer den Bus versäumt hat, Pech gehabt. Disco und die Prinzen aus der Provinz, haben später, dann so richtig einen Trottl aus einem gmacht.

Aus der Krise lernen?

Ehekrise ist gleich Eheberatung, meist das AUS für die Beziehung. Da hats geheißen: „Das sind die schlechten Zeiten, da müsst ihr durch“ – Tja, da sollten halt Beide wollen und rudern, sonst dreht sich das Boot im Kreis. Das Kanu hab ich auf halber Strecke verlassen und mir bis heute die Frage gestellt: „Wann ist diese Liebe erloschen?“
Wenn er sagt, er kommt um Sieben, ist aber um Zwölf noch nicht da und ich bis dahin die Polizei noch nicht angerufen habe, dann ist sie dahin. – Marlene Dietrich



Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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