Loser, ist bei uns ein Berg

Jedes Jahr lockt Bad Goisern mit ihrer „Mountainbike Trophy“ und somit zahlreiche Biker ins Land. Wochen vorher wird die Strecke abgefahren. Als ich noch „gut im Training“ war, animierte mich eine „Radclique“, die Strecke mit ihnen „anzuschaun“. An selber fahren dachte ich nicht, sondern naiv, mit dem Finger auf der Karte vor Ort. Vom Bahnhof Bad Goisern gings auf die Blaa Alm. Da oben dachte ich noch, super, gleich eine „gemütliche“ Alm Rast. Das Ende der Strapaz war aber noch nicht erreicht.

Keiner sagte was, nur gschaut hams komisch

Als das Pfandl mit den Kasnocken vor mir am Tisch stand. Im Sitzen meldet sich halt mein leerer Magen. Dabei dachte ich auch hier: „Diese „Gierschläuch“ nur Riegel essen um Geld zu sparen“. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Nicht mal die Hälfte im Pfandl weg, hats „Aufbruch“ geheißen. Vor der Weiterfahrt, Standortkontrolle an der Weg Tafel, einer mit dem Finger auf den Roten Punkt: „You are here„.
Mich trifft der Schlag, nicht mal die Hälfte geschafft und ich hab keine „Körndl“ mehr. Die haben aber ein Tempo vorgelegt, als wären wir mitten im Rennen. Bei der Rettenbach Alm dann, grüßte mein Mageninhalt den Kehlkopf und so konnte ich die „Ewige Wand“ nicht schaffen.
Aus, runter durch den Tunnel nach Bad Ischl und zum Zauner. Gegessen und getrunken hab ich eh nix, mir war am nächsten Tag noch schlecht.

Keine Wettbewerbe für mich

Stundenlanges Biken und Wandern okay, aber die gleich Zeit, will ich auch sitzen. Bewegung aus Spaß an der Freud, weil alle Leute am Berg gut drauf sind. Ist doch selten, dass sich ein Griesgram auf einen „Tausender“ verirrt.
Ob Blaa Alm oder Loser, zum Spaß „Oben“ sitzen und die Aussicht, die Ausfahrt, das Bier und selbstredend auch die Kasnocken genießen 😉

Dabei ist niemand Verlierer

Wanderer, die in jedem, der hinter ihnen den Gipfel erreicht einen Verlierer sehen, sind Spaßbremsen. Biker mit „Piepsbegleitung“, hochrotem Kopf und außer Atem, sogenannte „Asphaltbeißer“ auch.
So etwas kann nicht gut für Körper und Geist sein, denn Bewegung sollte Genuss- und Erholung sein, auch wenn´s mal anstrengend wird.
Wir müssen unsere Grenzen nicht immer wieder neu definieren, oder?

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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