S-wie Sorry oder der Sonntag

Ent-Schuldigen kannst Du dich nicht selber. Wie geht´s  denn dem, der dir die „Schuld“ nehmen soll? Ich rede hier nicht von körperlichen Verletzungen, sondern von Kränkungen, die manchmal unbedacht verursacht werden, die Affront´s die bewusst herbeigeführt wurden. Manchen rutscht dann das Wort „Verzeihung“ ganz locker über die Lippen. Es sind für mich, nicht ernst zunehmende, ehrliche und mit Bedacht gesprochene Worte.
Selfieladen3

Vor einigen Jahren

fuhr ich am Sonntag ziemlich spät nach Hause. Es lief im Radio „Gedanken zum Sonntag“, wo gescheite Leute, sich zu einem aktuellen Thema äußern. An diesem Sonntag ging es um Verzeihung. Der Mann sagte: „Eine Verletzung, braucht sieben Wiedergutmachungen“. Er meinte damit keine Geschenke, nein, Kleinigkeiten, die im Alltag viele als selbstverständlich hinnehmen. Er sagte, das es so ausschauen könne:
1. Dem Partner über den Rücken streicheln
2. Das Lieblingsgetränk servieren
3. Den Lieblingsfilm, des anderen gemeinsam anschaun
4. Lieblingsgericht kochen oder Essen gehen
5. Sich mit den Freunden des anderen treffen
6. Eine Besorgung abnehmen
7. Etwas Nettes sagen
SonnenherzI

Phhhuuu, bei so vielen Dingen

können einige unter uns, ins hintertreffen kommen. Es geht nicht immer nur um Stolz, sondern: Was ist mir die Beziehung wert? Mit Schuldzuweisungen wurde noch nie eine glückliche Partnerschaft geführt. Wenn einem etwas von Herzen leid tut, wird es einem auch nicht schwer fallen, solche „Kleinigkeiten“, wie die oben angeführten Beispiele anzuwenden. Warum vergessen wir im Alltag überhaupt, diese Aktionen in den Tagesablauf einzubringen? Noch dazu, wo es ganz nebenbei erledigt werden könnte?
Charly Braun und Snoopy

Einen Menschen zu finden, bei dem vieles passt, ist heutzutage nicht mehr so einfach. Der Radius hat sich um vieles erweitert und die Ansprüche sind teilweise ins Unendliche gestiegen. Kompromisse treffen, indem man meint “ das kleinere Übel“ genommen zu haben, ist nicht nur Selbstbetrug, sondern auch unfair dem anderen gegenüber.
Dann lieber doch über den Tellerrand hinweg schaun, und sich fragen:
„Was bin ich mir überhaupt wert?“.

Ein Gedanke zu “S-wie Sorry oder der Sonntag

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