Schon wieder was Vergessen?

Alzheimer ist nicht, wenn du nicht mehr weißt wo du den Schlüssel hingelegt hast, sondern wenn du nicht mehr weißt, wofür er ist„. Manchmal ist vergessen gar nicht so schlecht, besonders dann, wenn man „Loslassen“ sollte. Gehirnforscher wissen, müssten wir uns alles merken, wir würden durchdrehen. Nur Geburtstage, Termine und Klopapier vergessen, das ist ärgerlich, noch schlimmer Reaktionen oder Abläufe, die man bei Ablenkung übersieht, da, kann viel mehr passieren.

Es hängt auch alles vom Erbgut, Ausbildung, Interessen und den gesellschaftlichen Umgang ab. Was und wem, widme ich meine Aufmerksamkeit.
Hier können wir unserem Hirn unter die Arme greifen und es mit Bewegung begeistern. Denn: Unser Oberstübchen hat ein „Lebenshaus“ mit vielen Räumen.

Das Gehirn gleicht Google Maps

Je öfter wir eine „Straße“ nützen, desto breiter wird sie und es entsteht eine: „Autobahn“. Dabei wird alles was wir öfter tun verfestigt sich und nach zwanzig Jahren ist es automatisiert.
Nur: Straßen und Wege die selten benützt werden, werden irgendwann von „Unkraut“ überwuchert. Etwa durch Dauerberieselung vom TV, diese ist nicht nur geistig schlecht, sondern auch körperlich wenig hilfreich, denn Nichtstun – macht noch vergesslicher.
Das alles aber, haben wir selber in der Hand, ob wir aus den Straßen im Hirn Autobahnen mit vielen Auf- und Abfahrten machen, oder es verkümmern lassen.

Jede Störung, länger als einer Minute heißt: Von vorne anfangen!

Auch das kennen wir alle, man ist mit etwas beschäftigt und wird dabei unterbrochen, egal ob Job oder ein Buch lesen. Unterbrechungen, die nicht länger als !eine Minute! dauern, sind kein Problem.
Denk ans Einkaufen, Du suchst gerade konzentriert deine Sachen zusammen und zufällig triffst du jemanden: ZACK – das Wichtigste vergessen, meist das, weswegen man überhaupt in den Supermarkt ist. Entweder konzentrierst du dich von Neuem, oder es gelangt nur ein Bruchteil ins Wagerl.

Auch das kennen wir, man sitzt gemütlich mit einem Buch in der Hand auf der Couch und der Partner muss einem beim Verabschieden noch etwas sagen. Ein kurzes „Tschüss“ wäre egal, wenn er aber mehr sagen will, kann man die Seite wieder von vorne beginnen.
Jede Buchhalterin kann ein Lied davon singen, wenn der Chef nur „kurz“ was fragen will oder sie von einem Telefonat unterbrochen wurde. Dann heißt es: Alles von vorn!
Eine Möglichkeit dem vorzubeugen ist: Die Anti Altersheimer Methode von Vera Birkenbihl – Erfinderin vom Kategoriendenken. Beim Kategoriendenken geht man Abläufe der Reihe nach durch und das, nützt Provinzmadame auch bei ihrem Einkauf.

Ganz einfach:

Im Geiste mit dem Frühstück anfangen: Was fehlte in der Küche? Danach ins Bad = Zähneputzen, Duschen, Wäsche und Toilette, fehlte hier etwas?
Egal ob Haushalt oder Beruf, es funktioniert! Außer man begegnet jemanden, der unsere Aufmerksamkeit länger als eine Minute stört, dann muss man geistig nochmal durch die Wohnung gehen 😉
Seither ist der Einkaufszettel für Provinzmadame passé, auch nach Unterbrechungen. Außer ihre Besorgungen fallen auf einen Freitag Nachmittag oder Samstags – dann hat sie einen nötig, denn hier, trifft sie endlos auf Bekannte.
Noch eine Möglichkeit sich gscheit fit zu halten ist: bewegend-begeistern – das Bootcamp fürs Hirn.
Ein Beispiel für unterhaltsame Konzentrationsübung ist der „Stroop“ Test:
Hier soll man nicht das Wort, sondern die „Farbe“ laut und schnell lesen.
Viel Spaß 🙂

Eine Antwort zu „Schon wieder was Vergessen?“

  1. Avatar von oliver2punkt0

    Klasse Tipp! Versuche ich gleich morgen! 🙂
    Oliver 2.0

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