Peinlich, peinlich

Gabis Blick, alias lovemylife, spricht Bände. Psychologisch spricht man von ironischen Fehlern bei der mentalen Kontrolle. Auch Gedanken die man vermeiden möchte, kehren im Schnitt alle paar Minuten wieder. Tja, wie immer: Alles findet im Kopf statt. Ich nehme mir vor, nicht darüber zu sprechen und zack, plappert mein loses Maul dahin. Jaja, böser Mund was sprichst du. Kleine Fettnäpfchen, wie mein angepatzer Sitzplatz beim Essen oder mein Verplapperer bei Dingen, die eigentlich eine Überraschung sein sollten, negieren mich gar nicht mehr.
Charly Braun und Snoopy

Sehr ungewöhnlich

Neulich, wieder eine schlaflose Nacht, steh ich gegen halb zwei am Balkon und starre die Sterne an. Da hab ich auch schon ein paarmal wahrgenommen, das immer um diese Uhrzeit, ein Auto stehen bleibt. Ein Mann steigt aus, holt ein Päckchen aus dem Kofferraum und deponiert es, im „Wagerlcarport“, ein kleines durchsichtiges Hütterl, des geschlossenen Geschäftes. Dann steigt er wieder ein, und gast davon. Diesmal war ich so neugierig, dass ich am Morgen, genau da, die Hundi Gassi führte. Hmm, das Packerl ist weg!Denkpause.jpg

Eine Bombe? Cannabis oder mehr?

Diesem muss Einhalt geboten werden! Ich rufe die nächstgelegene Polizeidienststelle an und erzähle meine Beobachtung. Nicht sonderlich interessiert, eher gelangweilt, antwortete der Beamte: „Jo mei, maunche is hoit fad“ – wennses wieder mal beobachten rufens uns halt an.“ Pfff, des war ma nimma wurscht. Die müssen ja wissen was zu tun ist, um uns, die Bevölkerung vor miesen Machenschaften zu schützen. Es dauerte eh nicht lange, der heurige Sommer hat ja viele laue Nächte offenbart, geschieht das Obrige wieder zur selben Stunde.
Ich habs 2

HA – SCHURKENPACK!

Jetzt bist dran, hab ich mir dacht. Ich tätigte den Anruf und zwei Polizistinnen machten sich auf den Weg. Mir kam es ziemlich lange vor, als ich ganz weit hinten, ein Taschenlampenlicht entdeckte. Das „Licht“ kam näher und leuchtete das „Wagerlhäuschen“ an. Dann wurde es wieder finster. Ein paar Sekunden später sah ich das Polizeiauto gaaanz laaangsam auf das Gehäuserl zufahren. Eine Polizistin stieg aus, Taschenlampe an und ging schleichend auf das Häuschen zu. Fast drinnen, ertönte ein Aufschrei: „Ha“ – ich versank in der selben Sekunde gefühlt im Boden. Mit einem Schlag wurde mir bewusst: Es wird die Krone sein!
Ich wars nicht

Noch nicht weggefahren, läutete das Handy: “ Hallo Frau S., das Packerl ist die Kronenzeitung.“ Kleinlich meine Antwort: „Danke, ich hab s befürchtet“
PS: Na, lieber einmal z´oft angrufen als einmal z´wenig. Ich bin doch a mündige Bürgerin und auch fürs Volk verantwortlich. Ein befreundeter Polizist meinte dazu: „Gut das es solche wie dich gibt. Die Gesetzesbrecher sollen wissen, das da jemand aufpasst“ – pfff bin i jetzt de Frau Kaiser von da Vierastiang?

2 Gedanken zu “Peinlich, peinlich

  1. Pingback: Lamour to jour – bewegend-begeistern am Attersee

  2. Naja, die haben im Prinzip schon Recht. Viele Frauen über 50 laufen urplötzlich mit einem Kurzhaarschnitt herum, schminken sich falsch oder nachlässig und tragen die falsche Kleidung.
    Aber ich frage mich, wie alt die Person ist, die das geschrieben hat? 30? Oder schon 35?
    Und: Starre Gewohnheiten sind keine Frage des Alters.
    LG
    Sabienes

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