Laut Psychologie ist mentale Kontrolle, ein ironischer Fehler. Dazu gehören Gedanken, die man eigentlich vermeiden möchte, aber im Schnitt, trotzdem alle paar Minuten wiederkommen.
Jaja: Alles beginnt und endet im Kopf und wenn sich Provinzmadame mal vornimmt, nicht darüber zu sprechen, plappert es ihr loses Maul sicher los: Böser Mund was sprichst du!
Kleine Fettnäpfchen, wie wie ihr angepatzter Sitzplatz oder ein Verplapperer in Situationen, die eigentlich eine Überraschung hätten sein sollen. Auch ungewöhnliche Eindrücke regen sie dazu an, einzugreifen. Wie neulich, als sie eine ihrer schlaflosen Nächte bei Vollmond hatte. Provinzmadame stand wieder mal gegen halb zwei Uhr früh am Balkon und starrte auf die Sterne. Da fuhr ein Auto vor, wie gestern schon mal um die selbe Uhrzeit. Nachdem es angehalten hatte, stieg der Fahrer aus, nahm ein Packer aus dem Kofferraum und deponierte es im „Wagerlcarport“ vorm geschlossenen Greißler. Stieg dann wieder ein und „gaste“ davon.
Am Morgen danach
Provinzmadame hatte ihre Sitterhunde zum Aufpassen da und nutze die Gelegenheit, am frühen Morgen in das Carport zu schauen: Da, das Packerl war weg!
Was könnte drin gewesen sein? Eine Bombe? Waffen, Cannabis, Schnee oder noch mehr?
Diesem Treiben muss sofort Einhalt geboten werden!
SCHURKENPACK! Dachte Provinzmadame und rief bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle an. Sie berichtete ihre Beobachtung und hatte das Gefühl, das der Beamte nicht sonderlich interessiert war, denn der Freund und Helfer antwortet gelangweilt:
„Jo mei, maunche is hoit fad – wenns dies wieder beobachten rufens nochmal an, damm schau ma scho“
Hm, die werden schon wissen was zu tun ist, um uns, die Bevölkerung vor miesen Machenschaften zu schützen. Und da dieser Sommer viele laue und schlaflose Nächte für sie hatte, beobachtete Provinzmadame das Geschehen tatsächlich, wiederholt zur selben Stunde.
Jetzt ist er dran, dachte sie und tätigte erneut einen Anruf.
Weh dem, der zu viel Fantasie hat
Es waren zwei weibliche Beamte, die sich auf den Weg machten und Provinzmadame kam es vor, wie eine Ewigkeit. Dann, weit hinten, beim gegenüberliegenden Wohnblock, sah sie den Leuchtstrahl einer Taschenlampe. Der „Strahl“ kam näher und leuchtete direkt ins „Einkaufs-Wagerl-Häuschen“. Danach wurde es dunkel und keine Minute später, fuhr das Polizeiauto langsam auf das Häuserl zu. Eine Polizistin stieg aus, machte ihre Taschenlampe wieder an und ging fast schleichend, darauf zu.
Als sie hinein leuchtete, ertönte ein, ja, erheiterter Aufschrei: „Ha!“ –
In diesem Augenblick fuhr es Provinzmadame durch Mark und Bein. Gefühlt wollte sie auch in den Boden versinken, oder in ein Mausloch kriechen, denn mit einem Schlag wurde ihr bewusst: Es wird die Zeitung sein!
„Sie können beruhigt sein, es ist nur die Kronenzeitung“
Die Streife stand noch da, als ihr Handy läutete. Die Beamtin meinte tröstend, „lieber einmal z´oft anrufen als einmal z´wenig“. Da hat Provinzmadame was davon, wo sie sich doch bis aufs Bein blamiert hat. Aber als mündige Bürgerin, fühlt sie sich ürs Volk verantwortlich.
Troste spendete ihr ein befreundeter Polizist:„
Es ist gut, dass es solche Menschen wie dich gibt. Die Gesetzesbrecher sollen wissen, das jemand aufpasst“ –
pf, Provinzmadame will aber nicht die „Kaiser von da Vierastiang?“ sein – (Kaisermühlenblues)


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