Dann schauen wir doch mal, was wir so tun, außer auf Pausen zu achten, der viel unterschätzte Möglichkeitsfaktor. Im Gegensatz zu Früher, wo wir den Feierabend herbeigesehnt haben, um entspannen zu können, brauchen wir nur darauf achten, ruhige Momente zu schaffen.
Viele verbinden die Pension mit Nichtstun, dabei ist das Gegenteil der Fall. Wir haben so viel vor, das ein „Tagesplan“ wichtiger denn je ist.
Ergo: Wie früher im Berufsleben, alles Wichtige am frühen Vormittag erledigen, damit wir am Abend gut abschalten können.
Stress – ein schlechter Begleitfaktor
Zu diesem Thema passen zwei Personen im Familienkreis von Provinzmadame. Diese – würden am liebsten täglich „auf drei Hochzeiten tanzen“. Purer Stress!
Sollten sie mit ihnen etwas unternehmen, will sie daher vorher wissen, ob die beiden nicht noch etwas vorhaben.
Beim Wandern oder einer Radtour, will sie nämlich gemeinsam in den“ Chilli – Modus“ kommen und nicht alleine dasitzen, weil die andern zur nächsten Verabredung hetzen.
In Ruhe pausieren
Selbstverständlich kann es auch Provinzmadame passieren, dass sie auf der Couch liegt und faulenzt und ihr auf einmal einfällt, dass sie etwas vergessen hat. Dann ist die Ruhe futsch:
Sollte es sich um eine Verabredung handeln, wird sie sich entschuldigen müssen, war es ein Arzttermin, hat sie Pech gehabt, dann heißt es wieder ein halbes Jahr warten.
Gute Freunde werden wahrscheinlich ein Auge zudrücken, außer es ist jemand, der noch nicht in Pension ist. Doch wie heißt es so schön: Verzeihen gehört zur Sozialhygiene.
Die grauen Zellen betüdeln
Google ist ja fast schon unser zweites Gehirn, was zur Folge hat, dass wir uns auch fast nix mehr merken können! Aufschreiben, um nix zu vergessen, ist eine Möglichkeit, besser wäre, regelmäßig einen „Brainwalk“ hinzulegen.
Gehirntraining – ein großes Thema, wobei ein Einkauf ohne Zettel – auch schon viel bewirken kann. Wichtig, Gehirn und Körper im Gleichgewicht halten. Nichts ist erotischer, als ein wacher Geist und geschmeidiger Gang, besonders im Alter.
Und: „Zeitfresser“ sollten wir am langen Arm verhungern lassen. Dinge die uns stressen und dem widmen, was einem wichtig ist.
Heißt: Sich von dem verabschieden, was uns keinen Nutzen mehr bringt und unnötige Kraft wie Nerven kostet.
Ausmisten!
Im Kopf erledigt das unser Gehirn – es sortiert das Erlebte, verknüpft oder löscht. Da sollten wir steuern: WAS – es löschen soll!
Normalerweise geschieht das im Ruhezustand oder in Träumen. Unwichtiges kann ja in Vergessenheit geraten und „entsorgt“ werden.
Zwischen Chillen und „Langeweile“ gibt es aber einen Unterschied – denn nur nicht gewolltes Nichtstun wie Langeweile – lässt es kreativer werden.
Das Hirn liebt Gesellschaft
Ob beim Spazierengehen, Radfahren oder Wandern, Hauptsache Bewegung und wir können Sorgen und den Alltag hinter uns lassen.
Dabei darauf achten, das Handy ganz weit unten im Rucksack zu verstauen, damit die Aufmerksamkeit beim „TUN“ und in Gesprächen bleibt.
Wer Abends wie Provinzmadame, gerne mit anderen einen Sundowner genießt, lebt das beste Mittel abzuschalten.
Jeder kann sich umprogrammieren, allein damit – wenn er Wörter wie Liebe, Dankbarkeit, Lebensfreude oder Zufriedenheit auch nur liest.
Für Provinzmadame selbstredend, immerhin postet sie nicht nur Sprüche und Zitate, sondern hat auch an jeder Wand einen picken.
Für sie gilt: Ein Zweizeiler erreicht oft mehr, als ein Buch mit dreihundert Seiten.
„Kein Mensch muss müssen! Man ist niemandem in der Welt etwas schuldig, außer sich selber“ – Gotthold Ephraim Lessing


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