Meine Schwestertugend

Jede Tugend hat eine Untugend? Die Großzügigkeit und die Sparsamkeit, der Geiz und die Verschwendung, ecetera, ecetera. Dann gibt es die 7 Kardinaltugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die Schwestertugenden wären dann:
Hochmut, Jähzorn, Neid, Trägheit, Wollust, Völlerei und der Geiz. Ich glaube, wie der Ausseer: dass aus an guatn Rindfleisch a guade Suppn wird, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Klugheit kann leider nicht mit dem Löffel gegessen werden und Tapferkeit nur der Berechnung des feigen Gegners Zugrunde liegen. Zum Schluss, die Mäßigung: worin, weshalb und wieso?

Was kostet die Welt

Übermut tut selten gut

Wer kennt nicht die Phase, in der alles zu gelingen scheint. In der kein Schritt weit genug sein kann. Das Ende ist selten gut und man kann dann fast nie sagen: „Glück gehabt“. Wie lebt sichs dann am besten? Können sich Charakterzüge überhaupt die Waage halten? Spielt das „Gegenüber“ auch eine Rolle? Wer gleiche Erfahrungen gemacht oder gleiche Entscheidungen getroffen hat, findet sich sympathisch. Für mich praktisch: Gleiche soziale Kompetenzen und Ansichten.

Alle gleich?

Wie die Mutter, wie der Vater?

Mein Vater war jähzornig und meine Mutter harmoniesüchtig. Oh Gott, da hammas. Ich hasse Jähzorn und Geiz! Wenn einer strengere Worte gebraucht, ist es für mich gleich das Aus. Was bin ich, eine Mischgulanz? Steckt nicht mehr in mir oder hinter mir? Was sind meine Schwestertugenden? Dazu müsste ich erst meine „Richtigen“ kennen? Nachdenkmal: Ich bin großzügig, wenn ich das Nötigste zwischen Daumen und Zeigefinger hab. Freundinnen nennen es wiederum Verschwendung.
Harmoniesucht stimmt sicher, ich möchte am liebsten täglich die Welt umarmen. Bin mehr agil als träge und möchte mehr Wissen als Unwissen besitzen. Der Hass kann mir gestohlen bleiben und die Liebe, tja da sag ich: Liebe, wenn sie es am wenigsten verdient haben, weil da brauchen sie es am meisten.
Siehst du, liegt alles im Auge des Betrachters.

Save the Date

2. Oktober Filmstart des zweiten Teils: „Eine ganz heisse Nummer“ – schon der erste Teil war für mich die „Lachnummer“ positiv gemeint. Ich liebe Gisela Schneeberger seit ich sie mit Gerhard Polt her das erste Mal spielen sah. Sie ist am 3.Oktober 70 geworden: Kongratulation! Auch ihre zwei Mitspielerinnen Bettina Mittendorfer und Rosalie Thomass, stehen ihr in nix nach. Mir gefallen „zeitnahe“ Filme besser als irgendwelche Epos und Phantasiegeschichten. Selbst ist die Frau und da kann man sich schon mal mit dem Gedanken spielen, „Telefonsex“ anzubieten 😉 Schnell reich, vor allem an Erfahrung. oiso: Hosn runter, owa zackig, Arschloch.

Ruf mich nicht an, ich rufe dich an

Doch manchmal is zum verruckt werden

Telekom noch Handy-Shop, kann Auskunft geben, wie man eine „Mehrwertnummer“ einrichtet. Also, nix mit dem reich wern 😉 Dann halt „learning by doing“ – Augen und Ohren auf. Mal hinter die Kulissen kucken und „aufschnappen“ was da abläuft. In einem Sexshop war ich ja schon mal. Peinlich damals, unser Blondchen kicherte und zeigte pausenlos mit dem Finger auf irgendeinen Dildo. Findet sowieso das meiste im Kopf statt und da könnt ich anderen gut warme Gedanken machen. Weiß genau was ich sagen müsste, um die ganze Gschicht mehr als Drei Minuten dauern zu lassen.

Auch mal Dame Edna Superstar

Lieber reich und gsund, als arm und krank

Ist halt so: „Thema Nummer eins“ zieht immer. Schau dich um, jede oder jeder der schnell bekannt werden will, zieht sich aus. Ausziehen kann ich auch, aus der Wohnung. Im Ernst, ist doch irre, wozu einen Geldnot verleiten kann? Wenn ich mir vorstelle, wer da anrufen könnte und was da gsagt wird, speib. Nana, ich bleib lieber bei meinem „Leisten“: UNTERHALTEN, das gelingt mir gut.

Wer zuletzt lacht

Gok gok gok gok gokokokoko

Noch ein Zitat von Gisela Schneeberger, das mir gefällt. Sie, die immer, wies in München heisst: Schnepfen und Trutscherln spielt, sagt:
„Nur Verbitterte messen Erfolg in Euro“

SUP – schaut einfach aus

Stand Up Paddeln – alles was so einfach ausschaut, ist es oft nicht. Sitzen wie im Kajak, ja das ist leicht, wenn man schon mal in einem gesessen hat. Das ich mal kurze Zeit gerudert bin, hat sehr geholfen. Ja und knien, ist auch leicht, aber stehn, „alter Schwede“. Man hat´s ja im Video gesehn 😉 Dennoch ist es das beste Gleichgeichtstraining, nach dem Power Balance Board.

Platsch

Tiefenmuskulatur, wo bist du hin?

Stabilitäts und Positionskontrolle sind wichtig für unseren Stütz-und Bewegungsapparat . Jaja: „Tuts im Rücken weh, ist der Bauch zu schwach“. Bemerken tut mans auch, wenn Verspannungen oder gar schon Schmerzen auftreten. Nach dem ersten Versuch, spür ich Leiste und Schulter. Ist die Gelenkschmiere vertrocknet oder reibt gar schon Knochen auf Knochen? Am Abend zuvor wars schlimmer, als am Morgen danach. Im Bett wußte ich nicht was besser ist: Strecken oder Beugen? Auch mein Bizeps hat sich wieder gemeldet, dieser Schurke! Er ist der einzige Muskel, den ich nicht stramm halten will.

Das große Krabbeln

Schau einfach mal gerade aus

Hmm, tu ich und dann machts PLATSCH! Da sieht man, was man in den letzten Jahren gemacht hat und wundert sich sogar, dass man noch aufrecht gehen kann. Koordination und Gleichgewicht, diese kognitiven Fähigkeiten kommen am schnellsten abhanden. Also im Winter mein MFT Brett unterm Bett, sofort wieder aktivieren. Wie bei allem, was nützt und gesund ist, wenn es Spaß macht gehts bald von selbst. Vor allem: REGELMÄSSIG!

wird schon

Je öfter man es tut, umso öfter will man

und „Je weniger man etwas tut, umso weniger will man“. Yes, so verhält es sich eben nicht nur beim Sex. So, jetzt hab ich das auch geklärt 😉 Wie schön es doch ist , seine Balance zu halten. Das betrifft nicht nur meine körperliche, sondern auch die Seelische. Es ist lange her, dass ich Konzentration, Koordination, Gleichgewicht und Reaktion, mit so viel Enthusiasmus gefordert habe. Also nicht nur lachen beim Schauen, sondern selber machen 🙂

wer sagts denn

Geniesst Du dein Leben?

Ist es Dir manchmal zu laut und passiert nix? Hörst Du auf das, was die Leute sagen und traust dich manche Dinge nicht zu tun? Wer sind diese Leute? Die, die gerne in der Runde sitzen und Geschichten weitertratschen, die andere Leut erzählt haben. Noch nie, hab ich einen Namen von denen gehört oder gar einen kennengelernt. Es müssten aber sehr anständige und vor allem gscheite Leut sein, weil wissen tuns alles.

jaja, die Quatschenten

Geniessen DIESE Leut ihr Leben?

Die, von denen alle ein perfektes Zuhause haben, so viel Geld, dass sie sich kaufen könnten was sie wollten, wenn sie denn wollten. Ich kenne sie nicht. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man über etwas nachdenkt, was man nicht besitzen oder erreichen will. Ich überlege wie ich dazu kommen kann. Welche Möglichkeiten es gibt, zumindest in die Nähe des Ziels zu kommen, um dann weiter zu schaun.

Agerbrücke Kammer

Attersee, Du bist mei Freid

Ja, so wenig brauch ich um mein Leben zu geniessen. Kein Grundstück oder Haus am See. Das Glück in der Nähe zu leben genügt mir. Genau drei Kilometer, so wenig, dass ich es zu Fuss gehen könnte. Bei Schönwetter im Sommer, nur da anzutreffen um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die genauso positiv über ihr Leben reden und denken wie ich. Und das, über ganz einfache, tägliche Erlebnisse.

Schiffsanlegestelle Attersee

Unterhaltung mit Finnie

Eine ältere Dame, die für Fremde vielleicht ein wenig schrullig wirkt, doch Herzensbildung und Verstand besitzt. Wir redeten übers Kennenlernen, Ehe, Beruf, Familie und Scheidung. Über das Leben im Alter und wie es ihr ergeht wenn ihr die Worte nicht einfallen. Sie lebt allein in einer hundert Quadratmeter Wohnung. Alle Achtung: „Da hast ja a richtige Reitschui“ – sagt ich, sie lachte nur und antwortete: „Ja und an großen Dachboden, was man da alles aufhebt“. Bei so viel Platz, kann ich nachvollziehen 🙂

Noch immer die Leichtigkeit des SEINS

Kein einzig böses Wort

Über Gott und die Welt kam ihr über die Lippen. Sie weiß sich immer noch zu helfen und verzweifelt nicht gleich. Sie war auch nicht böse, als sie nach zig Jahren das erste mal wieder mit der „Pemperlbahn“ nach St.Georgen fahren wollte. Nicht wußte, das man das Knopferl drücken muss wenn man auststeigen will. Durchgefahren ist bis Vöcklamarkt und warten, bis die Anschlusszüge im Bahnhof waren. Erst nach zweieinhalb Stunden in St. Georgen ankam. Dabei ja nur die Brille vom Optiker holen wollte. Ganz im Gegenteil, ihre Aussage war:“ Ich hab mich so gefreut über die jungen Leut. So viele haben mir geholfen und kam mir daher keine einzige Minute verloren vor.
Finni, Du taugst ma.

Pfeif drauf, morgen hast Du´s eh vergessen

Mein letzter erster Versuch

Probierst Du noch oder war´s das schon? Wann hast Du das letzte Mal etwas Neues versucht? Das Erlebnis, etwas nach zig Wiederholungen auf einmal zu können, ist für unser Hirn die beste „Freizeitbeschäftigung“. Wo ich mich schon überall getestet habe? Unmengen, mein Scheitern im Jonglieren, daran will ich gar nicht denken, da kommt mir halt meine Ungeduld in die Quere.

Versuch gescheitert?

Alltagsroutine unterbrechen

Es ist nicht notwendig, neu Erlerntes perfekt zu beherrschen, es genügen auch die „Versuche“. Routine lähmt den Geist und macht nebenbei auch ganz schön: „Begriffstutzig“. Kannst Du dich noch erinnern, wie Du das erste Mal auf dem Fahrrad gesessen bist oder das Wechselspiel Kupplung- Gas endlich in die Beine gegangen ist? Ich machs wirklich so, dass ich einfach mal einen anderen Weg nehme. Etwas Anderes esse, wobei ich gestehen muss, dass sich mein Speiseplan dabei nicht grundlegend ändert.

lovemylife als WEG weiser

Rechts vor Links und Links vor Rechts

Der Kreuzknoten! Hmm, wenn man den beherrscht, kann zum Beispiel der Wind, den Sonnenschirn nicht „unterwandern“ und zerfetzen. Denn jeder normale Knoten kann vom Sturm gelöst werden. Auch ein Lernprozess, doch gar nicht so schwer. Es brauchen keine mathematischen oder körperlichen „Extremitäten“ ausprobiert werden. Das „Kleine“ im Alltag machts 🙂

Auch mal wieder „kindisch“ sein

Da war ich noch nie

In China auch nicht, hier meine ich die kleinen Fleckchen, da wo ich lebe. Noch immer nicht alles gesehen hab und mich geniere jedes Jahr im Sommer, von den Urlaubern erzählt zu bekommen was sie schon alles gesehen haben und ich nicht mal gwusst hab, das dies bei uns gibt. Ja ich bin Wanderführerin, doch beschäftige ich mich mehr mit der „Kommunikation“ in der Gruppe als mit Käfern und Gräsern. Als Geschichtenerzählerin, Gutelaunemacherin und Sorgenbrecherin, kann ich Deinen Alltag erlebnisreich gestalten. Sollte Dir mal die Decke auf den Kopf fallen, probiers mal mit Gemütlichkeit und schließ dich den „Alleingehern“ an 🙂

Dr. Gleissnerweg mit Blick auf Weyregg


Erzähl mal, wer bist Du?

Fragte Gott die Frau als sie vor ihm stand: „ich bin die Frau des Bürgermeisters“ anwortete die Frau. „Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau Du bist, sondern wer Du bist.“ „Ich bin die Mutter von vier Kindern“ war nur die Antwort. „Ich habe auch nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist.“ „Ich bin Lehrerin“ – „Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer Du bist.“ Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage „WER BIST DU“ nacherzählt aus Anthony de Mello aus „Gelassenwerden“ Herder 1996

Die Hutmacherin

Ich stelle mir diese Frage oft

Besonders in Phasen wo ich entweder glücklich oder unglücklich bin. Ich möchte etwas hinterlassen, hab aber nichts. Mit nichts meine ich materielle Güter wie Häuser, Firmen, Landwirtschaft, auch mein Name ist kein „Titel“. Doch eines weiß ich, dass meine Art Probleme zu lösen, mit Kummer umgehe, mit anderen in Kontakt trete, immer mit Respekt und Dankbarkeit erfolgt.

Wasser ist Leben

Der Grundstein, Die Persönlichkeit

Charakter, für den man selber verantwortlich ist. Nach meiner Definition 50% Gene und 50% was man daraus gemacht hat. Ich kenne viele, auch Du wirst einige kennen, sollte ihr „Backround“ wegfallen, sind sie „Nackt“. Persönlichkeit besteht für mich eben aus dem was man gemacht hat, nicht was man gehabt oder noch hat. Wie man sich Familie, Nachbarn, Freunden oder auch mal Fremden gegenüber verhält.

Wenn Du nichts hast

„Ein guter Mensch“ das glauben wir „Zahlt es sich aus?“ fragen wir uns. Für mich zahlt es sich aus, wenn ich mit ruhigem Gewissen schlafen geh und jedem Gegenüber in die Augen sehen kann.
Da ich gerne Metaphern benutze, passt für mich hier, nur der Spruch von meinem „Lieblingslehrer“
„Ab und zu sollten wir auch jene, die nichts Gutes an uns finden, maßlos enttäuschen“ Ernst Ferstl

Steh ich mir selber im Weg?

Verhindere aktiv meine Ziele? Sabotier mich selber, um später anderen die Schuld für das Nichtgelingen zu geben, oder doch nicht? Wenn ich an mein kurzes Gastspiel in Bad Ischl denke, bin ich mir nicht mehr so sicher. Jedes NoGo, dass ich mir geschworen habe, nicht zu begehen, hab ich getan. Blind und geistig sprichwörtlich gelähmt, hab ich der Talfahrt zugesehen. Eine unbewusste Angst vor Erfolg? Was wäre gewesen, hätte die „Geschäftsidee“ eingschlagen? Tja, das werd ich wohl nicht mehr erfahren.

Themenwandern mit anschließender Weinverkostung

Auch als „Künstlerin“ versagt?

Ja, ich kann malen, hatte sogar Ausstellungen und auch einiges verkauft. Dann irgendwann, hat mich die Muse nicht mehr geküsst. Nicht genug Platz, zu wenig Zeit usw. Dann muss ich daran denken wie ich begonnen habe. In einer kleinen Dreizimmerwohnung mit Küche, Kind und „Kegel“. Suche ich mir wirklich Dinge, privat wie beruflich die mich unterfordern? Meine Talente nicht auslebe? Keine Ziele oder zu Hohe? Nein, ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben. Wahrscheinlich geht es vielen so, man liest einen Artikel und stellt sein Leben auf den Prüfstand.

Die Indianerin – Kreide

Ich habe keine Angst Fehler zu machen

Ich bin „Fehlerverzeihend und drehfreudig“ wie ein Carving Ski. Das Gefühl, dass es doch noch gutgegangen ist, unbeschreiblich. Da möcht ich mich glatt auf die Waage stellen und schauen ob ich ein paar Kilos leichter bin, so fühlt sich das für mich an 🙂 Ich wünsche auch Dir noch viele, viele Erfahrungen im Leben. Man kann jeden Fehler zweimal begehen heisst es, nur, beim zweiten Mal ist es kein Fehler mehr, sondern eine bewusste Entscheidung.

Wer etwas will, findet Wege

Ich habe eine Liste für mich erstellt:
Mein Gewissen, „nichts “ mit mir herumschleppen.
Aus meinen Fehlern lernen, hmm, das hab ich, weiß Gott.
Herausforderungen suchen und annehmen, das tu ich.
Ohne Zweifel und Grübeleien, schaff ich nicht immer, aber immer öfter.
Erinnerungen sammeln und keine Dinge, da bin ich mittendrin.
Wissen verteilen wie Komplimente, tja, wenns angenommen wird? Ohne „Titel“ in Österreich, schwierig.
Andere täglich zum Lachen, ja, da bin ich Profi 🙂
Versprechen einhalten, gelingt mir super, weil ich auch NEIN sagen kann.
Mit Nachdruck: „Welchen Buchstaben am NEIN verstehst du nicht“ 😉

Auch mal was riskieren

Umgeben von Untoten?

Kennst Du das auch, jemand erzählt Dir: „Hast schon ghört, die hat an Krebs, die lebt nimma lang“ oder „der hat an schweren Unfall ghabt und liegt im Koma, der wird nimma munta“ – tja und ein halbes Jahr später, gehst auf ein Begräbnis, nein, nicht auf derer. Die stehen frisch und munter hinter mir und ich muss mich wieder an den lebendigen Anblick gewöhnen. Denn wochenlang hab ich alle Erinnerungen an sie Revue passieren lassen und mich innerlich verabschiedet.

gschieden gstorm-hümmigfoahrn

Ich wünschen jedem ein langes Leben

Ich geh halt davon aus, dass Erzähltes viiiel Wahrheitsgehalt hat und nicht nur weitererzähltes Getratsche ist. Am meisten getratscht wird in den Seniorenresidenzen, da sterms weg wie die Fliegen, nur wörtlich. Oder Menschen die hinter schwedischen Gardinen wegen „Lebensdiebstahl“ saßen, sollten auf einmal hier am Attersee leben? Eine hier Ansässige geheiratet haben und am Sonntag von der Kanzel predigen? HILFE! Bätsch, alles nicht wahr, grrrrrrrrrrrrrrrrr.

Nachdenkmal

Fake News

Den Unterschied zwischen Wahrheit und „Wahrheitsgehalt“ zu erkennen ist die Kunst bei Dorfgeschichten. Als ich mich in jungen Jahren aufregte, weil ich nicht auf der Kirchenbank, neben der bösen und bissigsten Dorfratschtn sitzen wollte, sprach die Frau „Pfarrgemeinderat“: „Die musst reden lassen, wer weiß was sonst passieren tät“ – Habidere, wenn das der Weisheit Ende ist? Haben d´Leut nix anders zum Denken, als Tratschn? Aufregen könnt ich mich auch über das Gesichtsbuch, nicht direkt über das, sondern über die Leichtgläubigkeit oder gar Dummheit mancher Nutzer. Videos oder Fotos die ein Blinder mit Krückstock erkennt, werden kommentiert, geteilt und O mein Gott auch noch geglaubt.

Da Woipertinger wurde gesichtet

Elias Canetti: Der Tod ist die größte Frechheit

Ich hab keine Angst davor. Mit sechzehn wurde mir bewusst: „Es gibt kein danach“ und ich bin froh, denn so werde ich das einzige Leben das ich habe, lebendig gestalten, träumen, hoffen und lieben, wie ich es will! Und lachen, ja lachen 🙂
„Ich glaube, Picasso ist an einem Lachanfall über uns gestorben“
Ephraim Kishon

Sie lacht sich auch tot

Sein Charme ist der eines Stechmückensteckers?

Kannst oder magst Du etwas dagegen tun? Stecker raus, wenn dein „Gegenüber“ keine Manieren an den Tag legt! Dennoch ist zu überlegen, was das „Zusammenbleiben“ für Vorteile hat. Charme kann man an 8 Verhaltensweisen erkennen hab ich hier gefunden: Zuhören, Verletzlichkeit zeigen, Interesse bekunden, Bescheidenheit, Körpersprache, Harmonie, Selbstbewusst, Namen merken. Ergo: Ein gewinnendes Wesen 🙂 Die Realität schaut oft anders aus.

Da Woipertinger

Zuhören und Verletzlichkeit

Das kennen wir ja alle, man erzählt von einem Erlebnis und der Partner tut, liest oder schaut was nebenbei. Komisch, fragt man einen Mann:“Höst du mir überhaupt zu, was hab ich jetzt gesagt?“ Kommt bei 90% der Spezies sicher eine kleine „Zusammenfassung“ und den letzten Satz gibt er zu 100% wieder. Aber, er hat gar nicht zugehört! Wie machen die das?

War mir schon immer ein Rätsel

Interesse und Bescheidenheit

Interesse an allem anderen, nur nicht an dir, weil Du bist ja eh da. Manche haben ja eine subtile Art zu zeigen, dass sie interessiert sind, hmm an was? Alles was da kreucht und fleucht? Tja und wenn sein Credo noch dazu ist: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich´s ohne ihr“ – dann sind wir beim Stecker oder Stecher? Wenn Dir das wurscht ist, hast Du nur einen Vorteil: Wenn du aus einer Mücke einen Elefanten machen kannst. 😉

Wenn Du nicht willst, was man dir tu…

Körpersprache und Harmonie

Körpersprache, auch so ein Ding. Man sollte schon viel Empathie haben um alle „Zeichen“ zu deuten. Und Harmonie ist der zweite Vorname von denen, die jeder „normalen“ Diskussion schon aus dem Weg gehen, weil sie meinen es könnte ein Streit vom Zaun brechen. Dabei ist es doch ganz einfach, laut Feng Shui braucht man nur alle Möbel in die Mitte platzieren. Super, weil man sich besser dahinter verstecken kann?

Nachdenkmal

Selbstbewusst und Namen merken

Auch so eine Sache, da kenn ich welche, die merken sich nicht mal den gegenwärtigen Wochentag. Und die sind aber so was von selbstbewusst. Gut, Namen merken ist auch nicht meine Stärke, obwohl ich laut meiner Ausbildung und Wissensstand, perfekt darin sein sollte. Fazit vom „Charmanismus“ ist ja wohl, das man die Liebenswürdigkeit in Person sein könnte, wenn man es im Leben mal gelernt hat. Meine Erfahrung zeigt jedoch:
„So charmant wie er ist, kann man nur werden, wenn einige Generationen von Vorfahren ihr Vermögen verspielt und verjubelt haben“
Guiseppe Tomasi di Lampedusa

Geh mit uns Marschmellows

Den einzigen Speck den wir mit uns herumtragen ist der Mäusespeck. Bei uns wird nicht gelästert, gejammert oder gestritten. Hier gibt es sinnvolle und trotzdem lustige Unterhaltungen. Wir erzählen von Träumen, ob erfüllbar oder nicht, wer weiß das schon so genau. Es braucht ganz wenige Dinge um Zufriedenheit und Glück im Leben zu haben.

Auf zur Födinger Alm

Der oder Die Richtige?

Wer ist das schon? Auf den ersten Blick mag vieles oder gar nichts passen. Ich finde schon, dass der erste Eindruck der Wichtigste ist, aber suchen wir „Alten“ nicht doch gleich zu schnell das Haar in der Suppe? Zu groß, zu klein, zu dick, zu blöd, sehr oberflächlich. Das „Rastern“ lässt sich allein durch Lebenserfahrung nicht stoppen. Wer allein ist, checkt halt jeden Infragekommenden ab. Meistens sind es aber Frauen. Warum? Kinder können sie keine mehr kriegen, selten auch, dass eine nochmal heiraten will, falls sie geschieden ist.

Engerl und Teuferl können auch passen

Zeit ist Geld oder doch Glück?

Ich bin glücklich wenn ich Zeit für mich hab. Wie Hirschausen so schön sagt: „Glück ist Zeit, in der man die Zeit vergisst“ eine Frage der Einstellung – für mich den Faulenzer raushängen lassen, eine richtige „Pensionista“ halt 🙂 Ich verstehe Leute nicht, die ein Problem mit dieser Bezeichnung haben. Für mich heisst das: Der Mensch hat lange gearbeitet und kann jetzt ,wie man so schön sagt „Das Leben richtig genießen“ – Der heutige Tag wird nie mehr wiederkommen, darum versuche ich morgens schon beim öffnen meiner Augen dankbar zu sein.

Glück ist auch Dankbarkeit

Warum das Beste zuletzt?

Weil das davor schon Vergangenheit ist. Wenn wir marschieren, erzählen wir uns unsere schönsten Glücksmomente, wir schreiben sie auf, nehmen sie mit und halten uns daran fest. Ich lass mich nicht vom Weg abbringen, ich finde „Auswege“ und nehme Dich mit. Glück kommt selten allein
das testen wir in allen Punkten. Selten ist ein Mensch so positiv wie Eckart von Hirschhausen, er und viele andere sind meine Vorbilder und weder Wetter noch das 200ste Problem können mich davon abhalten.

Danke