und schwächt es das Denken! Die Zeiten sind vorbei, wo der Sommer um die 30° Grad schwänzelte. Da kommen einem Sätze über die Lippen – wie: „Gottseidank ist es heute nicht so heiß, nur 29° Grad“.
Ehrlich gesagt, mich macht die Hitze etwas gaga. Meine Konzentration schwindet und an ausreichend Schlaf ist auch nicht mehr zu denken.
Dauernd fühlen sich die Beine schwer an und bleierne Müdigkeit macht sich breit.
Hitze macht aber nicht nur uns älteren, sondern auch den Jüngeren zu schaffen. Studien bewiesen:
Zu viel Hitze hat Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität.
Und wenn die fehlende Abkühlung ausbleibt, wird der damit verbundene Schlaf auch schlechter.
Unkonzentriertheit fällt auf
Erst neulich, als wir am Abend eine Runde Skib-Bo spielten. Ein Kartenspiel, bei dem man als Erster alle Karten des eigenen Spielerstapels durch geschicktes Anlegen, ablegen muss. Wobei in der Mitte ein weiterer Stapel zum Abheben liegt. Gewonnen hat der, wer zuerst seinen großen Stapel leer gespielt hat. Leider wurde ich immer unkonzentrierter, sodass ich die Karten von meinem Stapel abhob, anstatt vom Mittleren.
Darauf wurden die Debatten immer hitziger und die anderen so genervt, dass sie nicht mehr weiter spielen wollten. Sogar der Ton wurde schärfer, das Abbrechen, für alle das Beste war.
Hitze schwächt das Denken !
Nebenbei verursachte meine fehlende Konzentration, eine“ Kindstauf “ nach der anderen! „Kindstauf“ heißt bei uns, wenn einer sein Glas verschüttet und die Flüssigkeit – in den Schoß vom Tischnachbarn läuft. Ist daran auch die Hitze Schuld?
Fakt ist: Steht dem Gehirn weniger Leistung zur Verfügung, neigt es zu Fehlern und langsameren Reagieren. Hitze ist nun mal eine Kreislaufbelastung!
Die Blutgefäße weiten sich und das Herz muss schneller schlagen. So wandert das Blut verstärkt in die Haut, um Wärme abzugeben. Das merkt man vor allem an Händen und Beinen. Trinkt man da zu wenig Flüssigkeit, dickt das Blut an und verstärkt Erschöpfung wie Schwindel.
Energieverlust durch Wassermangel
Obwohl ich stets darauf achte, genug Flüssigkeit zu trinken, genügt bei solchen Temperaturen der normale „Wasser- Konsum“ nicht mehr. Und: Verspürt man erst richtig Durst, hat man zu lange gewartet.
Also kühle ich bei Hitze, zwischendurch, auch immer wieder mal meine Arme, Gesicht und Dekolleté mit Wasser. Sogar Nachts steh ich auf, um sie mit dem kühlem Nass zu benetzen.
Tagsüber verteile ich, die vorher im Tiefkühlfach gefrorenen Kühlakkus – in der Wohnung. Das hilft tatsächlich.
Nachts lasse ich alle Fenster und Türen offen (außer der Haustür natürlich). Das verschafft auch Erleichterung.
Außerdem bleiben die Jalousien unten (Hier meinte mein Ex Mann stets: Täglich die Rollo auf Halbmast, geben ihm das Gefühl in einem Leichenschauhaus zu sein). Mir nicht, mich kühlt es ab!
Leider bekommt der Sommer für mich einen schalen Nachgeschmack und diesen muss ich selbstverständlich – am Abend mit einem Sundowner am See beenden.
„Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“ – Karl Valentin

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