Lieber mal vom Weg abkommen,

als sich gar nicht bewegen. Weiter gehen, da hin, wo andere nicht mal hindenken können. Den Mut aufbringen, an Grenzen gehen um weiterzukommen, nicht nur die eigenen. Wer sämtliche Möglichkeiten ausschöpft kann schon mal hören: „Du bist jo varruckt“. Wie viel Mut verträgt oder akzeptiert die Gesellschaft? Wenn einer vom Mond springt, sensationell und wird mit Millionen gesponsert. Eine zierliche Frau, die sämtliche Strapazen auf sich nimmt, um zu zeigen, dass das weibliche Geschlecht auch alle Achttausender besteigen kann: Revolutionär!

Mit Neunzehn auswandern: Spektakulär!

Nicht weniger riskant: Eine Scheidung mit Fünfzig als Frau! Diese erwies sich nicht nur als Mutprobe, sondern eher als: „Kamikaze-Akt“. Den goldenen Mittelweg bin ich nie gegangen, führt er doch selten ans Ziel. So ecke ich natürlich hie und da mal an und das macht es nicht leichter.
Diplomatie, ebenfalls keine Stärke von mir, nur der Wunsch, das Beste aus dem Leben zu holen. Mitte Zwanzig las ich diese Zeilen, in einer monatlichen Ausgabe von Schloss Puchberg. Seither versuche ich sie täglich zu berücksichtigen:

„Wenn ich könnte wie ich wollte“

Wenn ich nochmal leben könnte, würd ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Nicht so perfekt sein wollen, mehr entspannen.
Ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
weniger Dinge so ernst nehmen.
Würde nicht so gesund leben, mehr riskieren, mehr reisen, mehr Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich Momente der Freude,
aber wenn ich nochmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls Du es noch nicht weißt, aus diesen besteht das Leben;
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen!
Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich von Frühlingsbeginn bis in den Spätherbst barfuß gehen, würde mehr mit Kindern spielen. Wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie, ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald sterben werde.
J
orge Luís Borges 1899 – 1986

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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