„Parenzana“- nix für Normalos

„Weg der Gesundheit und Freundschaft“ von Slowenien und Kroatien mit 116 Kilometer Länge. Laut Tourguide eine Bahnstrecke, die immer schön gradaus und ganz wenig Steigungen hat. Zu Dritt gehts los, eine Begleitperson ohne Namen und meine Wenigkeit. Ich sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass der Tourguide ein E-Bike hat und wir zwei „Normalos“ zu „Fuss“ in die Pedale traten.

Zwischenstop in Villach

Um den Tesla und unseren Energielevel aufzuladen, machen wir einen Zwischenstop in Frierss Feinkostladen. Kann ich nur weiterempfehlen, das Szegerdingergulasch ein Traum. Weiter gehts nach Friaul-Julisch Venetien: Muggia, von hier werden wir die Radtour starten. Nach dem einchecken, Hotel San Rocco, zu Fuss ins Zentrum, die Gasserl a la Venedig und ein Menschengewirr von Attersee´s Nachsaison, also gar keins. Drei Geniesser starten in den ersten Gourmettempel: Sal de Mar

Auf nach Piran

Nach einem hingelegten Kaltstart, mit einer Steigung der doppelten Länge vom „giftigen Hainingerbergerl“, hängt die Begleitperson ohne Namen am Rahmen und meiner Wenigkeit kommt das Frühstück fast retour. Nur unser Guide grinst wie ein Sparefroh und meint:“ Schlogts ei auf de Rössa“. Es war dann noch zum „daradeln“ und wir kamen relativ fit ins Hotel: PIRAN. Hungrig und a bissl müd, aber net kaputt, auf ins Pri Mari. Nicht meine Kragenweite, weil mag keine Meeresfrüchte. Egal, Gnocci tuns auch.

Die Gasserl san Herzallerliebst
Porec, sogar im November ein Traum

Du musst an klaneren Gang reintun

Aja, danke für die Dilettanteninfo. Vom Wetter her, schaut nicht so gut aus, wir haben aber erst die „Königsetappe“ nach Motovun vor uns: 67 Km durchs ausgetrocknete „Bachbett“, dabei denk ich mir noch: „Das kanns net sein“. Der Guide radelt aufrechten Sitzens, wie der Super-Mario auf sein Moped, locker mit dem Puls eines Siebenschläfers voraus. Der am Vortag fast verendete am Rahmen ohne Namen, hat auf einmal a Duracell Energie, nur ich dapack de „Hohlwegstreck“ glei nimma. „Wie weit is nu“- „gehts boid bergoh“- „i hab Froschweh“ – „scheiß Streckn“. Das gezeigte Höhenprofil nach Motovun, gibt mir den Rest: AUS i kann nimma!

Des kann net sein

Abschleppseil raus und rauf!

Erst der Namenlose, dann ich. Die Steigung „a la Gahberg“, trotz Asphalt nimma drin. Kurz vorm Hotel „Kastel“, die san jo narrisch, Stana so groß wie Marmorstufen! Nass und zu steil für mich: Stop! Ableinen, des geh i z´Fuss! Motovun, der Trüffeltempel. Der Ort selber ein wunderbares Kleinod, dass ich, sollte es mich jemals wieder dorthin ziehen, nur mehr mit einem Hubschrauber oder Taxi heimsuch. Das Hotel „Kastel“, ein Traum für Verliebte, wir „Abgeradelten“ genossen nur die warme Dusche und besuchten als Wiedergutmacher das: MONDO, den Trüffeltempel mit italienischem Einschlag. Die standen sogar schon in der New York Times. Der modrige Geruch dieses Pilzes bringt mich zum Würgen, daher nur, Ravioli mit vier verschiedenen Sorten Käse 🙂

Der hat wohl a „Hornhaut-ver-krümmung“

Letzter Tag der Bewegung. Vorsichtshalber das Bike den Kastelberg hinunter geschoben. Jetzt schlägts dem Fass den Boden aus! Meine Blicke, geheime Pfeile ins Kreuz des „Drahteselreiters“, nach jedem Einwand von mir, kommt in stoischer Ruhe: „Geht eh glein nur mehr gradaus“ – i springert Eam am liabsten mitn Arsch ins Gsicht, die ganze Zeit gehts nu „gschmiert“ bergauf! Endlich Porec! Eini ins Hotel Valamar Riviera (Preise zur Zeit zum Niederknien) und ins Bad: Auuwehhhhh

Alles wieder gut

Routinemässig einen Tisch im besten Restaurant am Platz, im Sv.Nikola. Da könnten sich die „Unseren“ eine Scheibe abschneiden. Der „Chef“ begrüsst uns, als wären wir seine Freunde, sogar ein Geschenk haben wir bekommen. Meins mit dem Hinweis: „Davon Morgens und Abends ein Stamperl und zwischendurch verteilt. Na Hallo, des hätt i am Anfang der Tour braucht, dann wärs wahrscheinlich wie gschmiert gegangen.

Piran vorm Hotel

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