In my Book of Love

schreibt Provinzmadame große Gefühle und ins kleine Rote, alles Mögliche. Wenn sie mit Freundinnen beisammen sitzt, schwatzen sie oft über Vergangenes. Es wird gelacht und manchmal auch geweint. Großen Kummer versucht Frau Gertrude schnell zu vergessen, Schönes, merkt sie sich ewig. Ob sie nach Beleidigungen oder Verletzungen so tut, als wär nichts gewesen? Oft, denn was bringt es, den Widersacher ewig zu hassen? Ihre Gefühle und Lebensfreude, ihre Liebe zu ihren Lieben, ist tiefer als der Mariannengraben. Deshalb bekommt sie auch öfter zu hören: „Bei dir wird es nie was“ – Aha?

„Nur Arschlöcher und die Guten nicht sehen können?“

Wer ist der Gute? Der, der Sonntagnachmittag, händchenhaltend mit ihr über den Stadtplatz spaziert? Der Bruder meint sogar: „Weil du immer so gscheit tuast“. Gscheit tuan!?
Wo ist der auf Augenhöhe, oder schaut Provinzmadame so aus, als würde sie dem Mann an ihrer Seite keinen „Platz“ lassen?
Das Thema langweilt sie, darum lautet ihr Beziehungsstatus:
„Ich gehe mit meiner Laterne“.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und sollte sich ihr „Beziehungsgen“ nochmal regen, versucht sie es mit dieser Kontaktanzeige:

„Im Salzkammerguat, da kamma guat, lustig sein“

Über 60ig mal die Sonne umrundet, keine Altlasten. 165 cm groß und 65 kg schwer, schaffe den vierten Stock noch ohne Schnappatmung. Werde mich örtlich nicht mehr verändern und würde mich freuen, sollte sich ein Gentleman melden. Einer, dem die Leidenschaft aus dem Gesicht springt wenn er mich sieht. Lust auf eine Verbindung hat, die von Wertschätzung geprägt ist. Respekt und Verlangen im Einklang sind, so könnten wir bis zum Herzstillstand noch das tun, was uns die Evolution, ins Stammhirn gemeißelt hat.

Schon wieder zu direkt?

Durch die Blume ist für Provinzmadame nichts, darum bitte:
– Keine Belehrenden – Bäh
– Unsportliche Raucher – Megabäh
– Männer, deren sinnliches Wissen nur aus „Fifty Shades of Gray“ und „Rubbeldiekatz“ basiert – Megamega bähbäh
– Keine Schweigstill, Kommandeure und „Allesgleichaufdengrillgriller
stressige Festnetztelefonierer und Standpunkthocker.
– Träger einer Lederjacke die nach Ziege stinkt und
Saunageher die nur bei „Eyes Wide Open“ entspannen können. Auf keinen Fall Wechselgeldzähler und knausrige Trinkgeldgeber.


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