Windsbraut, spring!

Der uralte Schinken in Schwarz-Weiß, in dem der Vater, seine jüngste und schönste Tochter, als Pfand einsetzen musste. „Bella“, die vor Heimweh verging, obwohl ihr das „Biest“ alle Annehmlichkeiten und jeden Luxus bot. Es war so verliebt in die Schönheit, dass es nicht mitansehen konnte, wie sehr sie leidete. Also stellte er ihr den weißen Schimmel zur Verfügung: Windsbraut. Jedes Mal, wenn Heimweh oder Sehnsucht nach Familie sie übermannte, musste sie sich nur aufs Pferd setzen. Seinen Zauberhandschuh überziehen, nach vorne beugen und die Augen schliessen, dann dem Schimmel ins Ohr flüstern: „Windsbraut spring“ – und sie war daheim.

Mein Auto, das Gaul

Kurz nach der Scheidung, machte unsere „Hüttenrunde“, die Damenclique der Familie, noch einige Male die Gegend unsicher. An diesem Abend gings weiter in die Provinz, zur „Almbar“. Ich kannte den Besitzer von früher und das machte sich an der Bar bezahlt. Er schmiss eine Runde „Almshot“, pürierte Erdbeeren mit Wodka, nach der anderen. Da dachte ich noch: „Da is aber nix drin“. Ein DJ der übriggeblieben Achtziger legte auf und es war eine richtige Gaudi. Irgendwann, so gegen Ein Uhr, war Aufbruchstimmung, ich war auch schon ziemlich müd. Meine Fahrtüchtigkeit wurde nicht in Frage gestellt, darum setzten sich auch alle zu mir ins Auto.

Wie, wo, was?

Ausparken ging noch, aber dann hat sich die Orientierung geschlichen. Meine Schwägerin war geistesgegenwärtig, zerrt mich hinterm Lenkrad weg und zischt: „Sofort auf den Rücksitz!“ Dann wars finster, bis mich meine Schwägerin an der Schulter rüttelt und ruft:“Hallo, wir san daham!“ Erstaunt öffnete ich die Augen: „Cool, bin i gfahrn?“ Meine Schwägerin: „Deppade, du sitzt hint!“
Den Rest der Nacht verbrachte ich bei ihnen und bin heute noch dankbar dafür. Irgendwie beschwingte mich das Erlebnis, dachte ich doch glatt, im Zustand des Delliriums, das Auto „hätte“ uns gefahren.
Bringt mich heim, wie Windsbraut. Nächster logischer Schritt für Provinz-Madame, ab in den Copyshop und den Namen fürs Auto drucken lassen:
WINDSBRAUT 🙂

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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