Hat ein neues Jahr begonnen und ob Provinzmadame ein gutes Karma begleiten wird, wird sich zeigen. Erst mal: Was ist „gutes Karma“? Karma – hat seinen Ursprung im spirituellen Hinduismus und Buddhismus, wo Absichten und Handlungen, langfristig auf unser Leben zurückgreifen. Das kann man nicht messen, aber im „Erleben und Verhalten“ erkennen.
Anzeichen auf ein gutes Karma sind Innere Ruhe, wenn man sich stimmig fühlt, auch wenn nicht alles perfekt läuft.
An guten Beziehungen – mit Menschen, denen man Vertrauen kann, die einen respektieren und Hilfsbereitschaft zeigen.
Positives anziehen – wie Chancen, Unterstützung und wo Lösungen öfter wie „zufällig“ auftauchen.
Aus Fehlern lernt – wenn einen Probleme nicht verbittern, sondern reifer und klarer machen.
Wenig Schuldgefühle – weil man nach seinem Gewissen handelt und zu seinen Entscheidungen steht.
Freude am Geben – und das, was man für andere tut, aus Freude macht und nicht aus Berechnung.
Gutes Karma erkennt man nicht daran
Weil immer alles glatt läuft, oder am Reichtum und weil man Erfolg und Glück ohne Probleme hat. Weil einem nie etwas schlechtes passiert. Menschen mit „guten Karma“ erleben genauso Krisen, der Unterschied besteht darin, wie sie damit umgehen.
Einige Entscheidungen von Provinzmadame, mögen auf den ersten Blick vielleicht nicht gscheit gewesen sein, im Nachhinein aber, haben sie sich als Segen erwiesen. Tja, der Mensch denkt, das Karma lenkt.
Und? Ist sie im Alltag so ehrlich, mitfühlend und verantwortlich – auch wenn keiner hinsieht? Das kann sie guten Gewissens mit JA beantworten.
Psychologisch ist Karma keine Mystik,
sondern ein Kreislauf aus Verhalten, Denken, Emotionen und die Reaktion auf Menschen.
Ergo: So wie man denkt und handelt, wird das beeinflusst, was man erlebt.
Verhalten erzeugt Reaktion und wer ehrlich und respektvoll ist, bei dem reagieren andere ebenso. Das führt zu besseren Beziehungen, mehr Vertrauen und Unterstützung.
Umgekehrt lösen Misstrauen und Aggression Ablehnung aus. Hier glauben viele es ist Schicksal, dabei ist es der ganz normale „Rückkopplungseffekt“.
Dein Selbstbild steuert deine Entscheidungen
Wer zufrieden mit sich und seinem Leben ist, trifft konstruktivere Entscheidungen. Da sabotiert man sich nicht selber und das erhöht die Wahrscheinlichkeit für positive Ergebnisse.
Das wiederum ist weder Karma noch Zauber, sondern Selbstwirksamkeit.
Wer anderen gut gesinnt ist, nimmt auch positives eher wahr und wer zynisch oder ängstlich ist, sieht überall eine Bedrohung. Je nach innerem Zustand, empfindet man daher eine Sache „gut“ oder „ungerecht“. Alles beginnt im Gehirn.
Unser „Wahrnehmungsfilter“ sucht nach Bestätigung, oft nach dem, was man erwartet und ist oft ein: Bestätigungsfehler. Emotionale Konsequenzen: Schuld, Scham und innere Kontrolle. Das belastet dauerhaft.
Aufrichtiges Verhalten hingegen reduziert Stress, Grübeln und innere Anspannung. Das verbessert den Schlaf, Konzentration und Stimmung. Ergo: Gutes Karma – psychische Entlastung.
Wir wissen: Kleine Handlungen wiederholen sich, werden zu Gewohnheiten und diese zu unserem Lebensverlauf.
Freundlichkeit und Verlässlichkeit zahlen sich aus, denn schlechte Muster, verstärken sich leider auch. Das moralische Gesetz der Lernpsychologie.
Karma ist also die Summe der Gewohnheiten, plus Reaktion deiner Umwelt und deiner Wahrnehmung.
FRAGE:
„Würde mein Leben leichter oder schwerer, wenn jeder Mensch so handeln würde wie ich?“
Garantiert! Beispiel: Du hast einen Fehler gemacht. Schlechtes Karma:
Gedanke: Bloß nix sagen, vielleicht fällt es nicht auf.
Gefühl: Angst und Schuldgefühl.
Verhalten: Vertuschen oder die Verantwortung wegschieben.
Reaktion der Umwelt: Sie spüren deine Unsicherheit und erkennen Ausreden. Das Vertrauen sinkt. Die Folge: Mehr Kontrolle, man wird seltener gefragt oder eingebunden und denkt:
„Alles läuft gegen mich“.
Gutes Karma: Gedanke: Ich habe einen Fehler gemacht.
Gefühl: Erst unangenehm, dann aber Erleichterung.
Verhalten: Man sagt offen was passiert ist und schlägt eine Lösung vor.
Reaktion der anderen: Sie erleben dich als ehrlich und verantwortungsvoll. Das Vertrauen wächst.
Langfristige Folge: Fehler werden einem eher verziehen. Das macht handlungsfähig und man bekommt mehr Verantwortung. Das fühlt sich zwar wie gutes Karma an, ist aber nur das soziale und psychologische Selbstbild.
Kein Schicksal
Wenn man ähnliche Entscheidungen fällt und wie die anderen darauf reagieren, hat sich dein Gehirn gemerkt: „So läuft das Leben“. Man selber denkt aber, ich habe Glück oder Pech gehabt. In Wirklichkeit hat man ein Muster aufgebaut.
Provinzmadame vertraut dem Universum, etwas Größeres kennt sie nicht. Der Wille, Gutes zu tun, ist sicher gutes Karma, obwohl „Gut gemeintes“, nicht immer gut ausgehen kann. Das lernte sie durch Erfahrungen, die sie weiter brachten. Siehe: Jaja, sie kann das!*
Trotzdem Karma Punkte sammeln?
Klar, Karma ist doch wie das Universum: überall! Falls es auch für Essen, Tiere, Pflanzen und Energie gilt, hat Provinzmadame sich das angewöhnt:
Beim Essen zum Beispiel, isst sie das, was noch gut aussieht und auch so riecht. Dabei achtet sie auf das Haltbarkeitsdatum, das man bei einigen Lebensmitteln ja überschreiten kann, wozu hat man seine Sinne: Augen, Nase und Geschmacksknospen.
Bei Tieren hatte sie immer ein großes Herz, außer für Achtbeiner und „Kriecher“. Bei Pflanzen, hat sie eher einen hellgrünen Daumen. Und wenn bei Energie, auch Strom gemeint ist, ist sie auch hier achtsam. Seit Jahren benutzt sie Steckleisten mit einem AUS Knopf. Damit hat sie sogar „Beziehungsmäßig“ – den „Stand by“ Modus beendet.
Zu guter Letzt: Ihre Hilfsbereitschaft.
Hier müsste ihr das Karma entgegenkommen, denn einen „Gefallen“ – tut sie heute wenigen, haben sich doch viele im Nachhinein, zum Verdruss entwickelt. Ergo:
*„Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint“ – Kurt Tucholsky
