Es war die letzte Schifffahrt der Saison am Attersee und ihre Freundin machte Fotos mit ihrem neuen iPhone. Normalerweise hat sie einen Blick fürs Schöne, aber anscheinend, nur bei Schmuck, Essen und Reisen, selten bei Provinzmadame.
Momente, wo sie anfängt ihre Freundin zu hassen, denn jedes Foto das sie „schießt“, lässt sie unvorteilhaft aussehen. Zum Ergebnis meint diese dann nur flapsig: „Du schaust halt so aus“.
Nein verdammt, so schaut Provinzmadame nicht aus!
Diese untalentierte Fotografin, macht sie zur Kommissarin!
Obwohl Provinzmadame diese Frau sehr verehrt, aber sie ist doch viel älter. Nicht das sie etwas gegen die Aufklärerin hätte, im Gegenteil, sie liebt ihrer Art und Weise, wie sie Mordfälle löst.
Vor allem ihre Liebe zu Rotwein und Simon Rosenthal. Nur kann man an ihr nichts „Püppchenhaftes“ feststellen, obwohl, als sie jung war, war bestimmt auch sie eine Schnitte.
Was veranlasst Provinzmadame dazu so zu denken? Ganz einfach, ihre Erfahrungen! Und – ihre Geschwister, die sind sogar der Meinung, sie ähnelt Tante Hilda.
Männer stehen aber doch eher auf „Mimimis“ und Tussis, als auf „gestandene Frauenzimmer“.
Und die, wählen sie sicher nicht wegen ihres „Beschützerinstinktes“, sondern meistens, weil diese „Mädchen“ weder dagegen reden noch aufbegehren.
Tja, damit kann Provinzmadame nicht dienen
Deswegen ist sie doch keine Emanze im negativen Sinne. Was immer diese Bezeichnung auch bedeuten mag. Für sie, auf alle Fälle eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und sich zu helfen weiß. Wenn sie das nicht könnte, hätte sie oft blöd aus der Wäsche gschaut.
Deshalb waren die Männer in ihrem Leben wahrscheinlich der Meinung: „Die kann sich selber helfen“.
Stimmt, aber nur weil sie zu faul oder zu bequem waren!
Muss sie ihren Lebensabend alleine verbringen, wie Bella Block?
Strickend vorm Kachelofen, obwohl sie keinen hat? Ohne männliche Gesellschaft vorm Fernseher? Aber – wer käme in Frage?
Jüngere Männer wollen oft noch eine Familie gründen und ältere, wünschen sich eine künftige Pflegerin. Wenn möglich aus dem Süden, immer willig, nur eine Schale Reis am Tag isst und nicht mehr als Fünfzig Euro im Monat braucht.
Stopp! Dieser Satz stammt nicht von Provinzmadame, sondern von einem, der heute noch seine „Traumfrau“ sucht.
Nach dem „Tiroler Zahlenrad“ – sollte sie eigentlich den Osten aufsuchen. Doch der Orient ist ihr zu „heiß“ und außerdem, will sie den Rest ihres Lebens daheim verbringen.
Also doch so enden wie Bella Block!
Oder Hilfe – gar wie Tante Hilda!
Ihr Besuche, waren von der ganzen Familie gefürchtet. Ihre Art zu zeigen, „Ich bin etwas Besseres“ – war es. Das konnte sie eh nur, weil sie ihr Pflichtjahr in Strobl machen musste und ihr Zukünftiger, Beamter in Salzburg war.
Provinzmadames Mutter hatte aber, wie so oft im Leben – Pech. Sie musste ihr Pflichtjahr in der Brauerei Zipf absolvieren, wen hätte sie da kennenlernen sollen? Das alles, ist an ihrer Familie nicht spurlos vorübergegangen. Sollte Provinzmadame heute anderer Meinung sein, heißt es gleich:
„Du bist wie Tante Hilda“. Danke!
Dann doch lieber wie Bella Block.
Gut, eine Ähnlichkeit mit den Welschnern, einem kleinen Dorf in Südtirol, kann man ihr nicht abschlagen. Immerhin hatten alle denselben Gesichtsausdruck, Männlein wie Weiblein.
Oder es lag es doch am Fotografen?
Dann hätte man ihm die Lizenz entziehen müssen.
Tja, Provinzmadame wird sich damit abfinden, denn mit der Zeit, sieht sie denen sogar schon am Passfoto ähnlich. Ergo:
„Ein gutes Foto von ihr, ist eines, auf das sie länger als eine Sekunde schauen kann“

