Loslassen und dazulernen. Was tun, wenn der Kopf vollgestellt ist, wie ein Dachboden bis unter den Giebel? Nur, nicht mit klugen oder kreativen Gedanken, sondern mit staubigen Metaphern die einen im Weg stehen? Uns täglich zuflüstern: „Das schaffst du nicht mehr“ oder „andere sind besser als ich“. Das ist doch sehr demotivierend.
Dem wollte Provinzmadame einen Riegel vorschieben und suchte daher nach Möglichkeiten. Sie erinnerte sich an diese zwei Bücher, die sie mal gelesen hatte: „Neues Stroh im Kopf“ von Vera Birkenbihl und „Ich könnte so viel tun, wenn ich nur wüsste was ich will“ von Barbara Sher
„Dein Gehirn hat genug Platz für Wissen, es braucht nur den Platz dafür“
Um Nachzudenken „sattelte“ sie wieder mal das Mountainbike und radelte drauflos. Es ist ja Herbst und die Bauern sind gerade dabei, das alte Stroh von den Feldern zu holen.
Da begriff sie, was Vera Birkenbihl meinte:
„Ein Kopf der voll ist wie ein alter Stall und nie ausgemistet wird, kann seinen Zweck nicht erfüllen. Er braucht Neues, frisches Stroh und das Wichtigste, den Platz dafür“
Der innere Hausputz begann
- Mit Fragen, wie: „Ist es wirklich wahr, was ich denke, oder meinen das nur die anderen?„
- Fehlt etwas? Wo kann sie noch dazulernen und wo sollte sie besser loslassen
- Ihre verstaubten Glaubenssätze – in positive Metaphern umwandeln:
„Das kann ich auch im Alter noch lernen“ und „Ich bin gut genug“
Platz für „Neues Stroh im Kopf“
Weg mit dem toten Ballast im Oberstübchen, stattdessen mit frischem Denken, Neugier und Offenheit füttern. Raus aus dem Haus, denn Körper und Geist braucht Bewegung.
Außerdem ist es kein Geheimnis, dass Zufriedenheit nur entstehen kann wenn „Loslassen passiert, bevor es das Denken verschimmelt“. Darum den Geist mit Neuem füttern:
Mit Begeisterung.
Es müssen ja nicht alle Erfahrungen für die Ewigkeit gelten, obwohl nicht alle schlecht sind – nur, einiges sollten wir gehen lassen, damit Neues entstehen kann.
„Neues Stroh im Kopf“ heißt: Neue Gedanken und Einsichten. Alte Überzeugungen auflockern und sein Denken erweitern. Das kann uns bewusst oder auch unbewusst, stimulieren oder verwirren.
Unser Kopf ist halt nicht nur ein Archiv, dass irgendwann voll ist – sondern ein Acker auf dem wir immer wieder etwas Neues, anderes säen können.
Im Kopf genauso – wie im Herzen.
„Wir müssen oft neu anfangen, aber nur selten von vorne“ – Ernst Ferstl
