Weckt mich – ihr Musenküsse

Provinzmadame ist inspiriert, wenn die Kalenderwoche nicht mehr als drei Verabredungen anzeigt. So was macht sie nervös und dann ist ihre MUSE futsch. Sie braucht Ruhe und Freiraum, ansonsten kann sie ihre „Kreativitätslöcher“ nicht stopfen.

Neulich fand sie unter ihren alten Notizen einen Buchtitel: „Musenküsse“ – und hatte sich das Buch bestellt. Als sie es in den Händen hielt und die Gewohnheiten berühmter Künstler las, fiel ihr auf:
Sie alle hatten Eigenheiten, die über ein normales Ausmaß hinausgehen.
Laut Biograph John Richardson schwankte Pablo Picasso täglich zwischen „unsozialem Schmollen und fröhlicher Geselligkeit“.

Alles – außer gewöhnlich

Patricia Highsmith meinte -“ Sie litt nie an Un-Inspiriertheit, denn sie hatte so viele Ideen – wie Ratten Orgasmen“. Tschaka – da lief Provinzmadames Kopfkino sofort auf Touren und sie musste es googeln: „wie oft haben Ratten Sex?“ – Antwort:
Alle vier bis fünf Tage ein paar Stunden, etwas bei: 200 – 500 mal.
Kein Wunder, mit so viel Inspiration kann man leicht viele Kriminalromane schreiben.
Der Mensch stammt zwar nicht von Ratten ab und hat auch nicht so viel Sex, aber täglich bis zu 6000 verschiedene Gedanken, die reichen meist zur Provinzmadames Inspiration.

So ein „Komponierhäuschen“ würde ihr gefallen

Wie Gustav Mahler eins hatte. Zwar stand es nicht da, wo es jetzt steht, mit Blick auf den Attersee, sondern weit hinten im Wald, wo es besonders ruhig war.
Leider wurde in diesem Absatz Gustav Klimt nicht erwähnt, immerhin war Alma Mahler ja SEINE Muse, räusper.

Fast alle Künstler leben exzessiv und das kann Provinzmadame nachvollziehen, ist sie doch auch eine, die sich gerne dem schnöden Mammon hingibt.
Verbunden mit beruflichen Stress, hatte sie sich aber damit eine chronische Gastritis eingehandelt. Tja, die einen halten es aus, andere nicht.

Gerade, als sie das Buch aus den Händen legen wollte, streifte ihr Blick über den Namen: Woody Allen – jaha – seine Gewohnheiten wollte sie noch wissen:
Er – duschte bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit. Manchmal legte er es sogar darauf an, dass ihm richtig kalt wurde und um sich dann – 45 Minuten unter die heiße Dusche zu stellen. Herrlich.
Anschließend trocknete er sich ab und legte sich aufs Bett.
Provinzmadame kann alle diese Gewohnheiten nachvollziehen, trotzdem aber – gehört zu all dem, auch noch Können.

Und genau deshalb: Zweifel über Zweifel

In solchen Phasen wischt sie planlos übers Handy und hält Ausschau nach Anregungen, Kursen oder Workshops. Versucht sich in allen möglich und unmöglichen Techniken, um doch, die eine und selbe Leinwand, immer wieder zu übermalen.
Manchmal, eher selten, entsteht dann doch ein Bild – mit dem sie zufrieden ist.
Ihr Resümee:
Für ein echtes Kunstwerk wird es zwar nie reichen, doch es spricht vieles dafür weiter zu machen:

1. weil es ihr Freude macht
2. weil es ihre kreative Ader fördert und
3. weil es zu ihrer individuellen Raumgestaltung beiträgt.

„Es gibt Maler, die die Sonne in eine gelben Fleck verwandeln und es gibt andere, die Dank ihrer Kunst, einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können“ – Pablo Picasso

und dann gibt es das Zitat von Vincent van Gogh:
„Das Gelingen ist manchmal das Endresultat einer ganzen Reihe missglückter Versuche“

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