– wenn man kann. Nur, darf man heute noch dem Alter entsprechend ausschauen? Alleine im Freundeskreis hat jeder eine, die andere Vorstellungen vom Altern hat und pausenlos von „Glow“ und „Anti-Aging“ redet. Immerhin wollen uns die Medien einreden, dass Frauen in unserem Alter „aufgeweckter und mehr Energie“ ausstrahlen sollten.
Warum? – Sollte sie ihre Falten etwa fürchten?
Provinzmadame ist nun mal eine Frau in den Sechzigern und verdammt, so will sie auch ausschauen dürfen. Punkt!
Mit 67, sollte man eigentlich so sein können, wie man ist. Was anderes bleibt uns ja selten übrig. Also lächelt sie ihre Jahrzehnte weg und ist damit glücklicherweise, mit jeder neuen Jahreskerze cooler geworden.
Auch nicht erfrischend
Von der Kosmetikerin ein Spa-Wochenende oder eine Anti-Falten-Creme aufs Auge gedrückt zu bekommen. Wie damals in Velden, wo die engagierte Dame mit dem Folder wedelte und meinte: „Olles fürs Olter“ – sie war gebürtige Steirerin.
Wir Baby-Boomer sollten zu unserem Alter stehen und unsere Falten zeigen.
Wenn Provinzmadame da an ihre Mutter und ihre Freundinnen denkt, bei dem Thema, war alles entspannter. Eine Sechzigjährige – war Sechzig: Aus! Außerdem sahen sie mit Mitte Vierzig sowieso schon so aus. Mit Dauerwelle, Kittelschürze, einer Schar Kinder und einem Horizont, der Zuhause klein gehalten wurde.
Nur heute herrscht die Meinung, nicht nur Fitness und Grünzeug, sondern eine Heerschar an Hautcremen helfen, um nicht wie Sechzig, sondern maximal wie – eine „Fünfzigjährige“ zu wirken.
Warum?
Wir sollten das Alter genießen und froh sein, dass wir morgens nicht mehr pünktlich aufstehen müssen, die „Seniorenkarte“ endlich nützen und statt dem perfekten Lidstrich, eine „natürliche Linie“ tragen können.
Irgendwann muss Schluss sein!
Daher kann der Jugendwahn Provinzmadame gestohlen bleiben! Sie will jeden „Sechser“ feiern, wie alle anderen Jahre vorher. Denn: Für sie ist, war und bleibt jede Zeit, eine geile Zeit.
Ihre Falten, sind ihre persönlichen Lebenslinien, die Haare das Ergebnis ihrer Erfahrungen und die Figur, der Beweis was ihr Köper alles geleistet und aushalten kann.
Mit einem charmanten Lächeln unterstreicht sie daher ihr Lebensmotto: „Einfach Sein“
Wenn sie eines im Leben gelernt hat, dann authentisch sein, so, wie sie sich das schon in jungen Jahren gewünscht hätte. Daher lautet ihr Spruch des Tages:
„Was sind schon sechzig Jahre, wenn man einem Hundertjährigen gegenüber sitzt“ –
