Ihre nackte Wahrheit

Nähe durch Aufmerksamkeiten und kleinen Gesten aufrecht erhalten. Das fängt bei Provinzmadame mit dem Lieblingsessen an und endet bei „Reizwäsche“. Für ihren EX war das Standard und somit: Alles easy. Leider übersah er, dass ihr Frust wuchs und so für sie, die Zeit der innerlichen Trennung begann.

Frauen sind bei diesem Thema viel empathischer und bemerken das eher als der Mann. Wenn dann so weit ist und vorbei mit: Tschacka-Tschacka“ ist, werden die Herren der Schöpfung erst wach.
Zu spät, denn die Frau hat sich schon längst entliebt und ihre Gefühle: „ad Acta gelegt“.
Was sollte es für einen Sinn machen, erst jetzt zu versuchen zuzuhören. Meist will der Mann seine Frau eh nur „aushorchen“, um ihr dann wieder einen Schritt voraus zu sein.
Dabei wäre es gerade jetzt an der zeit, sie würden bei Freunden oder einem Therapeuten Rat suchen.

Frauen wissen, es wäre nur von kurzer Dauer

Spätestens nach drei Wochen, würde der Homo Sapiens, doch wie das Amen im Gebet, in sein altes Muster zurück fallen. Wo für die Frau vorerst noch „Ratio“ überwog, ist es jetzt, nur mehr eine Frage der Zeit.
Was bringt es, finanziell sorgenfrei zu sein, aber weiterhin unglücklich?
Die Frau will keinen Rosenkrieg riskieren, dazu hat sie keine Nerven mehr. Die finanzielle Lage ist oft ein befürchtetes Desaster, doch Provinzmadame wagte diesen Schritt und hat sich zur Veranschaulichung ein Maßband zur Hand genommen.
Das Prozedere, man schneidet ein Maßband bei seiner ungefähr zu erwartenden Lebenszeit ab, diese liegt Zur Zeit bei Frauen um die Achtzig. Wenn man gesund bleibt. Provinzmadame war Fünfzig, also kürzte sie das Band auf diese Länge. Erschrocken, dass nurmehr dreißig Zentimeter genügen müssten, um so zu leben, wie sie sich das vorstellte.

Ihre Entscheidung: Scheidung!

Noch heute nimmt sie das Maßband zur Hand, lächelt und denkt: „Tja, besser ist man hat, als man hätte“.
Einfach war und ist es nach wie vor nicht, auch im 21 Jahrhundert. Es „fehlen“ Jahre bei der Pension, weshalb sie lebenslang dazuverdienen muss. Wohlgemerkt, fürs Essen und Schlafen würde es reichen, aber um eine zufriedene Lebensqualität zu erreichen, ist ein Zuverdienst unumgänglich.
Trotzdem ist sie dem Herrgott dankbar, oder eher ihrem Mut?
Dankbar sein für das was man hat und nicht Nachtrauern, was man hatte, das ist kein Geheimnis, sondern der Schlüssel zur Zufriedenheit.

„Lieber weniger und dabei Zufriedenheit, als viel und dabei Zank und Streit“
– Benjamin Franklin

Maßband

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