Tagesgericht: „Oaschmoizknedl“*

Eine beliebtes Gericht im Dorf von Provinzmadame und um dem Manne eine Freude zu bereiten, kochte sie ihm diese Speise auch öfter. Die spezielle Zubereitungsart, erlernte sie von der Schwiegermutter und daher eines seiner Lieblingsessen. Jedes mal freute sie sich riesig, wenn ihr die Knödl gut gelungen waren und nicht wie „die Ersten“, im Fett „zerfallen“ sind. Einmal, kam die achtjährige Tochter mittags von der Schule heim und stellte wie immer die Frage: „Was gibst heute zum Essen?“ – ihre stolze Antwort: „Oaschmoizknedl“.
Mit Ekel im Blick und verzogener Gesichtsmimik, kam vom Kinde retour: „Na wäu, de iss i net“. Warum? Die Knödel im Dialekt ausgesprochen, können einen Hörfehler hervorrufen, wie im bei: „Hirsch heißt mein Vater“

Bei ihr Zuhause, gab´s öfter mal ein „Blinds Bratl“

Was das ist? Im Alter von Provinzmadame werden das viele aus ihrer Kindheit noch kennen.
Der Braten war Sonntags vielerorts schon aufgegessen und übrig lieben nur die Knödel und Kartoffel mit Saft. Zur Freude der Kinder gabs das dann Montags, ihnen waren die „Zuspeisen“ sowieso lieber.
Was aber heutzutage oft auf dem Speiseplan steht und worüber sich die Leute Gedanken machen, erweckt bei Provinzmadame keinen Appetit, sondern nur eine Kopfschütteln.
Wer sonst keine Sorgen im Leben hat, macht sich halt welche ums Essen.
Bei Fragen, wie, wo kommen die Hendl her und was ist im Speiseeis drinnen ist, verlässt sich Provinzmadame auf die, die es noch selber machen. Und wenn in der Provinz das Hendl „durchgegrillt“ ist, kann man es ohne Salmonellen, sorgenfrei essen.

Absurdistan liegt garantiert am Attersee

Denn stellen die Leute auch solche Fragen: „Ist im Punschkrapferleis wirklich Rum drin?“
Das interessiert genau die Badegäste, die ihre Parkuhr in der Kurzparkzone, alle zwei Stunden nachstellen. So viel zur – „Angst vor Betrug„, weil, selber will man ja nicht „beschissen“ werden.
Heute, lässt Provinzmadame vieles so kalt wie der See, sie sorgt und ärgert sich nicht, sondern wundert sich nur mehr.
Leichtigkeit kann man nun mal nicht impfen, dabei kann hier jeder froh sein, das er keine Bedenken haben muss und alles essen kann, ohne Magenkrämpfe, Blähungen oder Ausschlag zu bekommen.
Unterstützung bekommt die gecoachte und überempfindliche Generation meist noch durch Ernährungsberater, Energetiker und Lichttherapeuten. Sollten die auch nicht helfen können, gehen sie zum Body-Talker. Der schickt ihre Probleme dann gen Osten und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.

Provinzmadame umgibt sich mit Frohnaturen

Denn: Die finden das eine Haar nicht in der Suppe, sondern das am Kopf 😉

Für „Auswärtige“: *Oaschmoizknedl = Eier in Schweineschmalz und Zwiebel angeröstet,
abkühlen lassen und als Fülle in die Semmelknödel-Masse geben und dann kochen.
Mit Sauerrahm-Soße und grünem Salat servieren: Guten Appetit:-)

Das Rezept vom falschen Hasen, will sie zur Zeit noch nicht verraten.

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