Jeder will das Richtige tun und auch Provinzmadame – will nix dem Zufall überlassen. Für sie ist Neuorientierung ein „Lebensprozess“. Beruflich hatte sie selten lange gefackelt, denn sie, wollte sie nicht ewig nur Ideenlieferant für andere sein, die später auch noch die Lorbeeren dafür abkassierten.
Privat tickte sie leider anders, das liegt wahrscheinlich an ihrer Harmoniesucht. Weswegen sie auch jeden Streit versucht zu vermeiden, wobei sie am Ende, meist selber mit dem Rücken zur Wand stand. Es waren die ständigen Zurechtweisungen, Diskussionen und Rechtfertigungen, die sie an den Rand der Verzweiflung brachten.
Sie ist „angekommen“ und da will sie bleiben
Fällt sie heute in ein Motivationsloch, bekommt sie keine tiefe Sinnkrise und lässt sich daher auch von niemanden zu einer Entscheidung zwingen.
Nach ihrer Scheidung, hatte ihre Familie eine andere Daseinsberechtigung und nicht alle Freunde – sind geblieben.
Alleingelassen fühlt sie sich nicht, ihr verschönern Hobbys den Alltag und wahrscheinlich auch den Rest ihres Lebens. Entscheidungen trifft sie immer noch intuitiv, aus dem Bauch heraus, oder aus der Hüfte geschossen.
Tja, da hat so mancher Hüftschwung die Situation drastisch verändert, weil sie damit manchmal: „dem Dreck, a Watschn“ geben hat. Das kann passieren, wenn man zu „Schnellschüssen“ neigt.
„Besser ist man hat, als man hätte“.
Provinzmadame steht zu ihren „Fehlern“, beziehungsweise Erfahrungen. Wenn das Leben nun ein Tanz wäre, tanzt sie durchs Leben.
Am Tanzstil soll man ja erkennen, wie der Mensch seine Entscheidungen trifft:
Bewegungen mit großer Hand -und Armkraft, vermitteln Entscheidungskraft. Die Bewegungen von Provinzmadame sind oft ruckartig, manchmal aber auch hüpfend und wippend, oder von Links nach Rechts. Dann wieder kreisend, mit dem Kopf nickend, dennoch schwungvoll und im Takt.
Provinzmadame liebt Hipp-Hopp – leider hat sie noch keine passende Anleitung im Internet gefunden, darum hat sich für den Tango entschieden.
Dieser soll äußere Gegensätze zu einem harmonischen Ganzen verbinden und in besonderen Situationen, tiefere Gefühle erleben lassen.
Ein Tanz, der die Leidenschaft im Leben verkörpert, Melancholie und Schmerz.
Den sterbenden Schwan will Provinzmadame nicht üben, wo sie noch mitten im „Flashdance“ ist.
Sie wird weiterhin ohne Führung tanzen müssen,
denn zu ihrer Choreographie, fehlt ihr halt der passende Tanzpartner.
Das Leben ist eine Tanzfläche, ein Ort, der Geschichten erzählt, Emotionen ausdrückt und eine die Welt um einen herum, vergessen lässt.
Jede Entscheidung und Emotion im Leben ist Ausdruck der Persönlichkeit.
Darum wünscht dir Provinzmadame:
„Mögest du immer Rückenwind haben und stets Sonnenschein im Gesicht und mögen die Schicksalsstürme dich hinauftragen, auf das du mit den Sternen tanzt“ – Ernst Ferstl
