Sie kennt Fritzi aus Preußen nicht!

Und bis vor Kurzem kannte Provinzmadame auch Furla nicht. Für sie ist das aber keine Bildungslücke, denn Handtaschen und Geldbörsen bringen sie nur zur Verzweiflung, manchmal hasst sie diese sogar!
Das ist nämlich so, nimmt sie eine kleine Tasche passt nix rein und nimmt sie eine Große, findet sie nix mehr darin. An dieser Stelle muss sie an den Weekender von Louis Vuitton denken, der Anno 1985 ihr Dorf heimsuchte.
Damals konnte sie die aufregende Freude ihres Mannes nicht verstehen. War es doch „nur“ eine Tasche. Tja, ihr EX war halt damals schon mehr Diva als sie.

Selbstverständlich mag Provinzmadame Mode, aber damit lässt sie sich nicht ihren Alltag bestimmen, schon gar nicht ihr Leben – egal ob Designertasche oder die – von der „Schuhkette“. Wer in der Provinz, kennt schon „richtig teure Taschen? Provinzmadame nicht!
Ihr Interesse gilt eher für Prof. Dr. Manfred Spitzer, Neurobiologe Gerald Hüther und Managementtrainerin Vera Birkenbihl † – Gott hab sie selig.
Wissen erlangt man durch „Neu-gier und das ist ihr wichtiger, als der Gedanke an eine neue Tasche.

Lieber mit dem Hirn, statt Taschen beschäftigen

Es soll aber Leute geben, die studieren im Laufe ihres Lebens nur diese Regeln:
Gewinnen oder verlieren.
Im Verlieren muss sich Provinzmadame öfter üben, denn sie gewinnt selten, außer vielleicht einen Trostpreis.
Garantiert keine Schande, im Gegenteil, wer mit Verlust umgehen kann, wird auch schneller leichter erkennen, wenn etwas nicht funktioniert und er Platz für Neues machen muss.

Leider ging der „Lebensplan“ von Provinzmadame nicht mal zur Hälfte auf, weil immer andere – eine größere Rolle spielten. Deswegen – hatte sie auch oft den perfekten Zeitpunkt übersehen.
Hätte sie den Bestseller von Daniel Pink „WHEN-der richtige Zeitpunkt“ früher in den Händen gehalten, wäre vieles vielleicht anders gelaufen, aber auch nur vielleicht!
Jaja, „hätte, hätte Fahrradkette“

Es ist ihre innere Uhr, die meistens vorgeht

Jeder Mensch reagiert auf seine Tagesverfassung, Situation, Erfahrung und entscheidet auch danach. Und jedes Mal, wenn Provinzmadame versuchte, an dieser Uhr zu drehen, schien sie bei den anderen stehenzubleiben. Dabei empfindet sie sich als Vorreiterin der Veränderung, in ihrer ländlichen Idylle.
Ihre Uhr tickt eben schneller, angetrieben von ihrem unersättlichen Wissensdurst und offenen Geist für neue Ideen. Während andere in komplizierten Situationen verharren, geht sie voran, aber ohne ihre Wurzeln zu vergessen.

Ihre Stärke liegt halt darin, Vergangenheit und Zukunft zu vereinen, sich von der inneren Uhr inspirieren lassen und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

„Allzu fortschrittliche Zeitgenossen sind uns schon deshalb ein Dorn im Auge, weil sie uns zurückgeblieben erscheinen lassen“ – Ernst Ferstl

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