Obwohl Schnecken schleimige Gesellen sind, könnten wir von ihnen lernen. Eine Künstlerin in Lausanne, Christelle Becholey Besson lebte zu Forschungszwecken mal einen Monat lang mit 350 Schnecken.
Sie fand es erotisch, weil diese Kriechtiere ein interessantes Liebesleben haben, denn Schneckensex, kann bis zu zwanzig Stunden dauern :-O –
Das Gefühl hatte Provinzmadame nur beim morgendlichen Akt, wenn ihr Mann vom Discobesuch Nachhause kam.
Schnecken haben natürlich keinen Kuschelcharakter, das wusste das fünfjährige Nachbarskind aber noch nicht, als sie die Nacktschnecke am Arm entlang kriechen ließ. Einmal setzte sie sich sogar einen Frosch auf den Kopf und wurde damit für das Bezirksblatt abgelichtet.
Provinzmadame fand das sehr eklig, ihr graust vor dem schleimigen „Zeug“.
Daher wäre sie keine geborene Kandidatin fürs Dschungelcamp
Denn bei den Teilnehmern steht Schleim und Gift ja an der Tagesordnung. Obwohl Schnecken fast alle Zwitter sind, kann sich das Geschlecht bei einigen doch mit der Zeit ändern.
Eine Pantoffelschnecke etwa, ist zu Beginn ihres Lebens ein Männchen und wandelt sich später zum Weibchen. Da muss sich Provinzmadame doch fragen, haben Häuslschnecken noch was anderes drauf?
Zumindest Stoff für Redensarten:
„Bleib in Deinem Schneckenhaus – eine Schleimspur ziehen – ich mach dich zur Schnecke – lahme Schnecke – Schleim-Time – und – Schneckentempo“
Außerdem haben Schnecken keinen Familiensinn, sie sind klare Einzelgänger. Eine Schneckenart kann ihre Paarungsbereitschaft sogar mit einer Beule am Kopf zeigen: Der Lockstoffdrüse.
Bei Menschen ist es meist der Saufdibbel am Hirn.
Schleimer und Empathie? Fehlanzeige!
Also tschau du Schleimer, denn Schleimer und Schmeichler sind oft dasselbe, beide sind nicht ehrlich. Auch im im Verkauf sollte man bei dem Satz aufpassen: „Passt doch wie angegossen“ und nicht vergessen, dass spätestens Zuhause, die Stunde der Wahrheit kommt.
„Ehrlich währt am längsten“ hat für Provinzmadame daher keinen Bart.
Wer aufrichtig und fair ist, toleriert auch keine Halbwahrheiten, sondern lebt in Harmonie mit sich selbst und strahlt diese auch aus.
Leute also, dir für ihren Vorteil manipulieren und belügen, strotzen auch vor Selbstsicherheit, wie kommt denen Provinzmadame auf die Schliche?
Gerade bei „besonders sympathischen“ Menschen, verlässt sie sich nicht mehr auf ihr Bauchgefühl, sie will Fakten hören, darum kann man es Lebenserfahrung nennen, denn:
„Zwei Dinge sind auch im Vatikan schwer zu bekommen: Ehrlichkeit und eine Tasse Kaffee“ – Papst Johannes Paul I.
