Wenn der Bauer das letzte Mal gemäht hat, sprießen sie heraus, die ersten Boten des Vergänglichen: Die Herbstzeitlosen.
Genießen die angenehmen und beständigen Temperaturen und sollte nochmal ein Gewitter nahen, fällt es milder aus, so wie Provinzmadame „altersmilde“ geworden ist.
Mit Mitte sechzig, hat sie die Ausstrahlung einer gelebten Fülle, wo die Schönheit nicht mehr in der Jugendlichkeit liegt, sondern, in einer warmen gereiften Präsenz.
Durchhaltevermögen und Beständigkeit bewiesen hat
Wie die Bäume ihre Blätter fallen lassen, so hat auch Provinzmadame losgelassen:
Eitelkeiten, Ängste und überholte Kämpfe. An diese Stelle traten Gelassenheit, Klarheit und Weisheit.
Sachliche und konstruktive Kritik, kann sie nun gelassener hinnehmen, obwohl es ein lebenslanger Prozess bleiben wird. Geplapper und „Suderei“ versucht sie zu ignorieren und mehr auf Lob zu achten. Sich auf das konzentrieren, was sie wirklich will und sich in die sanften hellen Farben des Herbstes hüllen.
Vor langer Zeit, hörte sie Andre Heller im Radio sagen:
„Wahrer Luxus ist, sein können wie man ist“ und das Leben leben, wie es einem gefällt.
Mit einer inneren Kraft
bereitet sich Herbstzeitlose, durch Verblassen für den nächsten Zyklus vor. So wie Provinzmadame Vitalität und Stärke in sich trägt, die zwar nicht sofort sichtbar, aber spürbar ist. Eine Schönheit, die man noch berührender empfindet, als das satte Grün des Sommers.
Wärme, die einen still verzaubert, weil sie von Erfahrungen stammt.
Kurzum: Die Herbstzeitlose – das Supermodel im Spätherbst und eine Frau Mitte sechzig, die Charismatikerin unter den Menschen ist.
Nichts mehr beweisen müssen, so wie früher
Obwohl es etwas Gutes hat, weil dabei auch das heraus kommt, was man nicht kann.
Da scheiterten viele Versuche, denn etwas unbedingt lernen wollen, endet oft in Stress und Frust.
Doch, Provinzmadame kann vieles gut, aber auch vieles grottenschlecht. Das ist ihr nicht peinlich oder ärgert sie, im Gegenteil, sie freut sich für die, die es wirklich können.
Ihr „Jüngstes“ Hobby – ist der Blog, hier schreibt sie über Dinge die sie schön findet und auch über das, was ihr ein Dorn im Auge ist. Dabei ist sie keinem Thema verpflichtet und kann daher frei und ungezwungen erzählen, was, wann und wie es ihr gefällt.
Das erweitert ihren Horizont und manchmal hoffentlich, den der anderen auch ; -)
Der Luxus des „Weiterkommens“: „Gehen und gehen lassen“
Loslassen beginnt in den eigenen vier Wänden. Das akzeptieren, was man nicht ändern kann und sich von Erwartungen lösen, die Ängste und Schmerz auslösen.
Mit dem Wissen von heute und einer gewissen emotionaler Distanz, fällt es Provinzmadame leicht, Veränderungen zu akzeptieren.
Ihr Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt, wobei ihr hilft, wenn sie über ihre Sorgen und Bedenken sprechen kann. Und zwar so lange, bis sie nix mehr auf dem Herzen hat, ihr nix mehr im Magen liegt und keine Laus mehr über die Leber läuft.
Das gehen lassen, was sie vom „Ich-bin-okay“ abhält und sich an die Jahreszeit halten:
Den ruhigen Spätsommer und beginnenden Herbst genießen, um eine ausgeglichene Seelenhygiene zu starten..
Damit gelingt ihr: Sausenlassen, Ruhenlassen, Bleibenlassen, Freilassen, Offenlassen, Seinlassen und in Frieden lassen.
„Die Kunst eines erfüllten Lebens, ist die Kunst des Lassens: Zulassen – Weglassen – Loslassen“ – Ernst Ferstl
