JUMP

Es gibt Tage, da hilft Provinzmadame nur ein JUMP, ein Sprung von einem Punkt zum andern. Einer ihrer riskantesten Sprünge, war der vom fünf Meter Brett im Strandbad. Es blieb bei dem einen, sie zu große Angst vor einem harten Aufprall, außerdem holt sie zu früh Luft, die ihr beim Auftauchen dann klarer weise fehlt. Anfang Fünfzig wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit, der sich leider als: Kamikaze-Projekt entpuppte. Ein finanzieller Rohrkrepierer, Talfahrt a la Mausefalle wurde. Wenn ihr da weinen geholfen hätte, hätte sie geweint und wenn Grübeln, hätte sie gegrübelt: Das half aber nichts, im Gegenteil, auf Dauer hätte es sie zermürbt und ihre Lebensfreude wäre versiegt. Warum hat es nicht funktioniert? Vielleicht weil sich Provinzmadame zu sehr auf das Projekt und zu wenig auf „Anfängerfehler“ konzentriert hat?

Wassermann naturell,

ständig gute und innovative Ideen, die aber besser andere ausführen sollten. Wäre sie jünger gewesen, hätte sie vielleicht noch einen Versuch gewagt, aber die Erfahrung sagt, das vergisst man am besten gleich wieder. Provinzmadame achtete darauf, seelisch fit zu bleiben und finanziell, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Selten schwelgt sie in Erinnerungen, die sie an unangenehme und verletzende Dinge denken lassen, für sie, ist das „Water Under the Brigde“. Es würde doch nur Versagensängste schüren, Kränkungen Revue passieren zu lassen.
Besser findet sie: Höher – Weiter und Tiefer, höher in der Erkenntnis was die Liebe betrifft, weiter in der Entwicklung und tiefer bei Gefühlen. Das Leben sieht sie wie einen Garten:
Sie sorgt für einen guten Boden, auf den sie gerne Bäume und Sträucher setzt. Sie will das gießen, schneiden und hegen was sie gerne tut und Unkraut sofort ausreißen. Pflanzen die nicht „kommen“ wollen, entweder überpflanzen oder gleich auszupfen.

Ihr sind die „Winterharten“ am liebsten

Die mehrjährig und immergrünen: Zypressen. Der Ortsgärtner staunte nicht schlecht, als sie im Dorf italienische Pappeln als Gartenbegrenzung pflanzte. Doch ihr gefiel die Beschreibung so gut, denn der Jahreszuwachs: liegt bei einem dreiviertel Meter! Vor ihrem geistigen Auge sah sie schon die „einseitige“ und pompöse Allee. Das gefiel ihrer Ungeduld, schnell wachsend, biegsam und zäh 🙂 Den Gärtner beeindruckte es wenig, er meinte eher abfällig:
„Solche Bam setzt man net im Dorf, sondern auf einer Straß, die zu einem Gut oder einem besonderen Platz führen“.
Hallo, Provinzmadame wohnt hier! Außerdem haben Napoleon und viele andere Adelige auch diese Bäume sprießen lassen. Das erinnert sie natürlich wieder an Jackie.
Deshalb würde sie auch heute noch Zypressen pflanzen, alleine aus diesem Grund:
Sie verleihen dem Garten mediterranen Flair, sind weitgehend windresistent und voila, nebenbei ist ja auch: Ihr Lebensbaum.
Überhaupt, an so einem Tag, kann ein Sprung auf den Stuhl ganz schön motivierend sein 🙂
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