Nimms leicht, nimm mich!

Tja, auch dieses Zuckerl, konnte ihren Reizhusten nicht lindern oder ihre Nerven stärken. Wenn die Tage kürzer werden und die Nebeldecke jedes Lux verschluckt, ist das Einzige, dass sie aufbauen könnte, eine starke Schulter.
So eine hat sie aber nicht, also setzt sie die„Herzerlbrille“ auf und bewirkt damit, ein Feuerwerk für die Seele. Holt die übriggebliebenen Wunderkerzen aus dem Keller, um einen doppelten Flow zu erleben.
Wenn Abends dann die Straßenlaternen angehen, die Ampeln aufleuchten, die Autos blinken und die Kerzen im Raum flimmern, verwandelt die Brille jeden Lichtschein, zu einer bombastischen Herzerlflut.
Das ist ihr Strohhalm, der notwendig ist – wenn sie der Blues packt und sie niedergeschlagen oder melancholisch ist.

Die Tage vor den Tagen waren schlimm

Tage, an denen sie sich selber fragte: „Warum bin ich so traurig?“
Nun ist es wieder so weit, der Schwermut zwingt sie, sich mit Dingen zu umgeben, die sie ablenken von dem, das ihr das Leben gerade schwer macht.
Da meidet sie Schwerblütler, Leute, die jede Leichtigkeit im Ansatz abwürgen und keinen vom Grübeln abhalten.
Genau jetzt, wünscht sich Provinzmadame:
„mechd sei wia da See, tiafgründig und stüh, mi regat nix auf, kaun kemma wos wüh“.

Wer oder was ist Schuld? Ihr Schicksal, der Zufall, oder hat sie wieder mal nicht aufgepasst?
Am Liebsten würde sie in einen Flieger steigen, aber sie hat noch Verpflichtungen, weswegen dies nicht möglich. Aber wäre das Problem damit gelöst?

Davonlaufen bringt nix

Außerdem muss sie nicht jede Krise unbedingt alleine meistern, weshalb Familie und Freunde, doppeltes Gold wert sind. Sie stärken einem den Rücken und sorgen dafür, dass Kraft bleibt, um wieder „aufzustehen“.
Bei Provinzmadame fängt die ganze Misere meist mit einer einzigen Frage an:
„Hättest du kurz mal Zeit?“

Heute wird ihre Antwort ein klares: NEIN – sein!
Hätte sie das Früher schon so gemacht, hätten sich viele Probleme – wahrscheinlich in Luft aufgelöst.
Tja, hätte, hätte, Fahrradkette.

„Das Vielleicht, ist das Nein der Jasager“ – Ernst Ferstl

„Warum hast du nicht nein gesagt….“

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