Kann wahrscheinlich auch nur Stefanie Werger sein. Denn: Unsere größten Felsen im Leben sind unsere Gewohnheiten, weshalb wir die Willenskraft trainieren sollten. Doch: „Ist das überhaupt möglich?“ Prof. Dr. Manfred Spitzer empfiehlt dazu die „sanfte“ Strategie:
Die Selbstkontrolle im Alltag stärken und Prioritäten durch „NEIN“ sagen setzen!
Das fängt an bei Arbeiten, die man ablehnen sollte, weil sie nur in einen „Gefallen“ verpackt sind und einem die Pausen nehmen. Nichts überstrapazieren und für ausreichend Schlaf sorgen, damit man klarer denken und entscheiden kann.
Nur bei dem – der „immer mehr will“, bei dem wird der „Wille“ irgendwann müde“ und das macht schlapp. Ergo:
Vom „Du musst, zum Du darfst“
– das macht entspannt. Zeit nehmen für routinierte Abläufe, das hält bei Laune, beruflich wie privat. Es stimmt, Papier ist geduldig, denn was hilft es, wenn sich der Wille von Provinzmadame die Wohnung aufzuräumen, ständig subtrahiert?
Sie viel zu schnell müde wird, weil es mit der Kraft nicht mehr weit her ist? (Das betrifft aber nicht nur ihre Altersklasse)
Wenn sie es nicht mal schafft, Küche und Bad sauber zu halten, wie sollte sie von heut auf Morgen – die ganze Wohnung putzen? Spätestens nach einer Stunde, würde sich ihr Wille und die Motivation dazu – vertschüssen. Tja, Willenskraft trainieren erfordert Selbstkontrolle:
„An Zeit fehlt es uns vor allem dort, wo es am Wollen fehlt“ – Ernst Ferstl
Gewohnheiten spielen eine große Rolle
Ja früher, da schwang Provinzmadame jeden Freitag den Putzeimer Arbeiten. Doch dann änderten sich ihre Arbeitszeiten, wodurch diese Routine unterbrochen wurde. Pech, denn Dabei gerade erst Rituale – steigern die Willens- und Muskelkraft.
Ob ihr hier auch „Babyschritte“ weiterhelfen? Damit würde sie aber keine große Wirkung erzielen. Klar könnte sie täglich zehn Minuten Regale abstauben und den Zeitaufwand so mildern, aber dann würde der Hausputz erst recht zum Perpetuum-Mobile.
Ergo: Recherche! Laut Focus Schule ist es möglich – sein „Willens-Training“ in den Alltag einzubauen, indem wir einfach:
Simple Ausführungen wie: gerades Sitzen, Schimpfwörter verkneifen, oder die Computermaus* mit der schwächeren Hand führen, die Willenskraft steigern würden.
Pfff* – den Part kann Provinzmadame vergessen, alleine diese Zeremonien, würden bei ihr eher einen Wutanfall verursachen, als ihre Willenskraft stärken.
Aus Ernst – Spaß machen
Das klingt gut, immerhin sollte das – was man sich abgewöhnen will, nicht mehr Spaß machen, als das – was man stattdessen tun will.
Da hammas wieder, Provinzmadame macht aber alles andere mehr Spaß, als das, ihre Wohnung zu putzen, oder das Auto. Also, welche Methode wäre für sie die beste?
Das versucht sie noch immer herauszufinden, denn ihr Drang sich zu erneuern um daran zu wachsen, verhindert das ständig.
Sie ist nun mal eine Träumerin und Abenteurerin der Seele, die in jedem Sonnenstrahl, eine neue Möglichkeit sieht und nicht den Staub auf der Fensterbank sieht. Daher müsste es etwas sein, wo sie ihre Rituale ausleben kann.
Etwas anderes, als mit dem Staubwedel wieder alles aufzuwirbeln, um nach fünf Minuten dasselbe Ergebnis zu sehen.
Vielleicht hat KI eine Lösung?
KI soll doch auf alles eine Antwort haben, also klopfte Provinzmadame bei „chatgpt“ an:
„Wie schaffe ich es, meine Wohnung regelmäßig auf Vordermann zu bringen?“
KI – Antwort:
Wenn du Schwierigkeiten hast, die Reinigungsaufgaben alleine zu bewältigen, scheue dich nicht, Hilfe von Familienmitgliedern oder Mitbewohnern anzufordern. Gemeinsam ist die Arbeit schneller erledigt, weil man sich gegenseitig motivieren kann.
Dieser Vorschlag verursachte gleich mal einen Lachanfall, denn:
„Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden die Eisbären nicht zu Himbeeren*“ – Franz Josef Strauß
– und aus ihren Familienmitgliedern keine Putzhilfen!
Nun hat sie aber doch noch eine Strategie gefunden:
„Vieles so machen, dass man erst gar nicht scheitern kann.“
Das baut Selbstvertrauen auf und stärkt den Willen, für eine nachhaltige Gewohnheitsbasis.
Wie soll das zum Hausputz passen?
Ganz einfach, sie predigt doch immer die Strategie der kleinen Schritte und auch da, hatte KI den Vogel abgeschossen:
1. „Wische heute nur 1 Regal ab.“
2. „Räume genau 3 Dinge vom Tisch weg.“
3. „Sauge 1 Quadratmeter Teppich.“
