Es werde Licht

Das sollte einem bei 100 Milliarden und mehr Nervenzellen, die ein Mensch normalerweise hat, nicht schwer fallen. Manchmal hat Provinzmadame das Gefühl, dass so mancher damit überfordert damit ist.
Leute, die einen anspruchsvollen und aktiven Job oder ein forderndes Hobby haben, sind Neuem gegenüber eher aufgeschlossen. Indem sie etwas Tun und sich nicht von der Glotze hypnotisieren lassen.
Jaja, das HIRN! liebt leider auch schlechte Unterhaltung und Gewohnheiten.

Dabei ist das Oberstübchen ein muskelähnliches Organ und wer es zu wenig benutzt und trainiert, bei dem verkümmert es. Es arbeitet halt ökonomisch und nicht verschwenderisch.
Bei „weniger Gebrauch“ also, schleicht sich auch schneller Vergesslichkeit ein.
Keine Angst, nur weil man ab und zu vergisst, das Licht auszumachen, ist nicht gleich das Alter schuld.

Schlimm, wenn man einen Menschen vergisst

Provinzmadame war ziemlich jung, als sie tagsüber die Verantwortung für ihre Schwiegermutter, ein Pflegefall, übernommen hatte.
Die „Arbeit“ wurde aufgeteilt, tagsüber und während der Wochentage war sie, am Abend und den Wochenenden, die Schwägerin für sie verantwortlich.

Wenn ihr aber wieder mal alles zu viel wurde, kam es halt vor, dass sie die „Schwiemu“ am Häusl vergessen hat. Tja, wenn sie jedes Mal eine Viertelstunde hocken wollte?
Der Hausarzt meinte dazu, ältere Menschen hätten oft einen „Stuhlzwang“, der dann dazu führt, dass sie länger „Sitzen“ wollen.

Meist war es an einem Montag, wo sie unkonzentriert war und mit anderen Dingen beschäftigt, da passierte es dann: Ups, schon wieder vergessen.
Ein unpassender Vergleich?
Das findet sie nicht, denn bei Tätigkeiten, die man ständig und Jahrelang macht, schleicht sich auch schnell mal „Vergesslichkeit“ ein.
Besonders, wenn man noch nebenbei mit etwas beschäftigt ist, Multitasking ist halt nichts für Menschen mit Verantwortung.

Das Hirn liebt und braucht auch Bewegung

Und bei Anerkennung, da springt das Hirn auch sofort an, wie bei Lob, etwas Neuem und besonders, bei Liebe!
Genauso beim Spielen, da trifft der Mensch auf freundliche Gesichter und hört selten negative Geschichten, weshalb sich das Motivationssystem sofort einschaltet.

Ergo, immer ein wenig „Kindskopf“ bleiben, denn Spielen hält jung und ist kurzweilig.
Man bleibt geistig beweglich und hat einen Ausgleich zum Alltag und auch die vielgesuchte Entspannung, wird durch Abschalten, hier schneller erreicht.

Dennoch sollten wir das Gleichgewicht, Reaktion und Koordination trainieren. Ein wichtiges Repertoire, um präventiv Unfällen entgegenzuwirken.
Je nach Temperament und Laune ist Spielen daher nicht „kindisch“, sondern laut Friedrich Schiller – ist man ja „nur da – ganz Mensch“.

Aktivitäten fürs Oberstübchen

Die gibt´s zu Hauf im „Bootcamp fürs Hirn“bewegend-begeisternd agieren und präventiv seine Sinne trainieren.
Das Gehirn stimulieren, indem wir es aktiv beschäftigen. Damit verbessern wir nicht nur unsere kognitiven Fähigkeiten und das Gedächtnis, sondern reduzieren auch das Risiko, altersbedingter Beeinträchtigungen.

„Walnusswandern“„gehen und gehen lassen“ oder „Lach-Wandern“

Ein Wettbewerb der anderen Art: „Radrennen“ am Hongar. Hierbei zählte nicht, das man der Schnellste ist, sondern, bei den Spielen die meisten Punkte zu erreichen 🙂

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